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der ſüdliche Theil von Schotland unter denſelben Grad, vom Nordpol zur Linie zu rechnen, fallen, als Dänne- mark mit den Herzogthümern. Natürlicherweiſe müßten ſie alſo auch dieſelbe Luftremperatur baben; aber wir h2- ben ſchon dargethan, daſs dieſes Land feuchter iſt, weil hier die mehrſten Winde Seewinde, und die aus Weſten die gewöhnlichften ſind.)
Doch darf man nicht„glauben, daſs die Grade der Feuchtigkeit in der Temperatur'der Lüft überall im Lan- de gleich ſind; in keinem Lande kann wohl ein größerer Unterſchied ſtatt finden als in England.
Der jährliche Regen, welcher auf die Oberfläche der Erde fällr, verhält ſic! nach züverläßigen Bemerkungen über verſchiedene Graiſchaften nach folgendem Maaſse.
Bey London ſteigt es nicht über 20 bis 21, bey Edenburg 25 Zoll. Mitten im Lande, in der Gräfſchait Stafford, ift die jährliche Regenmaſſe auf einem[]JFuſße 36 D.' An der weſtlichen Kante, in der Grafſchaft Lan» caſter, beträgt der Regenfall auf einem[]Fuſse 42. in Irland beträgt es noch mehr.
Veberhaupt fällt auf der weſtlichen Küſte Englands doppelt ſo viel Regen, als an der öſtlichen, welches natür: lich einen wichtigen Einfluſs auf die Vegetation und den ganzen Ackerbau haben muſs. Der Grund davon, daſs eine ſo groſse Menge Regen an der weltlichen Kante des Landes fällt, iſt theils der, daſs ſie an das groſse Atlan- tiſche Meer ſtöſsr, deffen Ausdünſtungen fich über Irland und den weſtlichen Küſten Englands zuſammenziehen, und ſich im Regen auflöſen; theils auch der, daſs der weſtliche Theil des Landes mehr bergigt iſt, da denn der Regenfall auf einem[]Fuſse allezeit gröſser in erhabenen als niedrigen Gegenden iſt.
Der vornehmſte Begriff von dem Klima eines Landes für den Landmann beſteht darin, den Lauf des Früh- lings zu kennen, und zu wiſflen, zu welcher Zeit die wich« tigſten vorfallenden Arbeiten anfangen und aufhöreu,


