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Schnee und Froſt. Daher kömmt es, daſs der engliſche
" und ſchorſche Landmann im Frühbjahre allezeit mit dem Pfluge früher als unſrer in der Erde ilt, obgleich ihre Hea- und Kornerndte nicht früher, als in Däunemark, einfällt. Daſs die Engländer Keinen Winter häben, kann man deutlich an ihrer Schiffahrt bemerken; ihre Schiffe ſind die erſten im Kattegat und der Oſltſee, und die letzten, welche das Fahrwaſſer verlaſſen, weil fie in ihren Häfen nicht ſo eingefroren liegen dürfen, wie unſere.
Da ſo manche Grafſchafren ſowohl Englands als Schot- lands unter demſelben Grade nördlicher Breite liegen, als die däniſchen Provinzen, ſo wollen wir diejenigen Grafſchaften Groſsbritanniens zur Vergleichung anführen, welche unter demſelben Grade, vom Nordpol zur Mit- tagslinie zu rechnen, liegen,
Zwiſchen dem 53ſten und 54ſlen Grad'nördlicher Breite liegen die engliſchen Grafſchafreu Cheſter, Lan- caſter, Lincoln, und der ſüdliche Theil der Grafſchaft York. Unter demſelben Grade liegt der ſüdliche Theil Holſteins.
Zwiſchen dem 54. und 55. Grade liegen die nördli- chen Grafſchaften- Englands, nemlich: der nördliche Theil der Grafſchaft York, Durham, Cumberland und der ſüd- liche Theil von Northumberland. Unter deſelben Grade liegt der nördliche Theil von Holſtein, und der gröſste Theil von Scileswig» Ohngefähr von Itzehoe bis Apen- rade; unter denſelben Grad kann man auch die Inſeln Langeland, TLaaland und Falſter hinrechnen.
Zwiſchen dem 55. und 56ſten Grade der ſüdliche Theil von Schotland bis Edenburg und bey uns Fühnen, Seeland und die Stifter Ripen und Aaarhuus in Jütland bis zur Stadt Yerſens.,
Von dieſer Vergleichungslinie, welche wir zwiſchen den Grafſchaften Groſsbritanniens gezogen haben, die unter derſelben nördlichen Breite mit Dännemark liegen, erlieht man, daſs der nördliche Theil von England und


