Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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Decembers, und pflügt zur Sommerſaat mitten im Fe- "bruar.

Dieſelbe Unbeſtändigkeit des Wetters, dieſelben milden Winter treffen in den ſüdlichen Theilen von Schotland ein. Bey den Städten Aunau, Dumfries und Edinburg ſollen die Felder ſo niedrig und ſumpfig ſeyn, daſs das gemähete Korn oft nicht im freyen Felde ge trocknet werden kann, ſo auch das Heu nicht, ſondern man hat fich genöthigt geſehen, das abgemähete Gras

auf gethertes Segeltuch zu legen, um es gegen die-

Feuchtigkeit des Erdbodens zu beſchützen.

Es mögte wohl dem Leſer nicht unangenehm ſeyn, das Urtheil eines geſchickten ſchotſchen Landmanns über das Klima ſeines eigenen Landes aus einer Grafſchaft hier zu hören, welche unter derſelben Polhöhe wie Seeland liegt. Herr Robertſon ſagt in ſeinem Agricultural Survey of Midlothian: In der Gegend um Edenburg, oder in der Grafſchaft Midlothian haben wir uns mehr über die Unbeltändigkeit des Wetters, als über die Strenge des Winters zu beklagen. Es iſt höchſt ſelten, daſs es eine einzige Woche giebt, worin wir einerley Wetter haben; aber es iſt nicht ſelten, daſs an einem und demſel- ben Tage eine Veränderung von einem ganz entgegenge- ſetzten Wetter eintrit. Bey dem allen giebt es doch hier ein gewiſles allgemein herrſchendes Wetter, das mit den verſchiedenen Jahrszeiten in Uebereinſtimmung iſt.

Schnee fällt in dem flachen Theile ſelten vor Decem- ber, und ſpäter als Weihnachten. Die Dauer des Schnees iſt aufs höchſte 10 Wochen, zuweilen nur drey Tage.

Im Januar und Februar iſt das Wetter ſehr unbeſtän- dig, zuweilen ſtille und klare Luft, zu andern Zeiten harter Froft und Schnee.

Im März und April ſind die Morgenſtunden kalt; worauf am Mittage ein ſtarker Sonnenſchein folgt, wo- bey die Weitzenſaat nicht ſelten leidet.