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Gewäſſer. 25
Der neue Oderkattal iſt oben bei der Oder ſchon berührt. Er ward in den Jahre 1746 bis 1753, theils zur Abkürzung der Odverfahrt, theils zur Urbarmachung des Oderbruchs, auf der neumärkiſchen Seite der Oder durch die hohen.Sandberge zwiſchen Hohen- und Nieder-Wukßen, mit großen Koſten gegraben, und erſtreckt ſich von Güſtebieſe bis Hohen- Saaten, wo er die alte Oder wieder erreicht. Dieſer Kanal, welcher jeßt die neue Oder genannt wird, ward nur 10 Nuthen breit gegraben; er hat ſich aber, durch den ſiarken Zu- fluß des Waſſers mit der Zeit ſo erweitert, daß er dein alten Oderbette faſt alles Waſſer entriſſen hat, und gegenwärtig den Hauptſtrom ausmacht, der allein zur Sciffahrt gebraucht wird, welche dadurch ſehr abgekürzt iſt. Zu gleicher Zeit iſt der andere Zweck, die Ent- wäſſerung des Bruches völlig dadurch erreicht, und dieſe ehedem jährlich überſchwemmte Gegend ſeitdem mit den ſchönſten Etabliſſements beſeßt.;
Der Ruppiner Kanal verbindet den Rhin mit der Havel, und nimmt ſeinen Anfang zwi? ſchen Sachſenhauſen und Dranienburg, erſtre>t ſich auf 2 Meilen bis zum Cremmer See, von dieſem durch den Rhingraben, nach dem Büßſee und darauf, vermittelſt des Büßgra- bens(oder Rhinarms) in den großen Ruppiner See. Er ward im Jahre 3787, theils zum Transport der Baumaterialien nach Ruppin, theils und vorzüglich aber um den Torf von Linum nach Berlin und Potsdam ſchaffen zu können, angelegt, und 1788 eröffnet. Dieſer Kanal hat 3 Schleuſen, und iſi für Ruppin von großem Nußen.
Der Templiner Kanal in der Ukermark verbindet den Lebauiſchen See mit der Havel, und hat eine Länge von 9425 Rnthen, oder beinahe 43 Meilen. Er geht durch folgende Seen; Läblau, Meli, Lübbe, Fähr- oder Zahrſce, Oberfährſee(das Templiner Müh- lenfließ) den-NRedlinſchen See, Lankeſee, Kl. Lankeſee, Kuhwald, von dort durch die faule Ha- vel in den wirklichen Strom der Havel. Dieſer Kanal dient vorzüglich zum Getreide Transport nach Berlin, iſt im Jahre 1745 angelegt worden hat 5 Schleuſen und veſſortirt von der Kurmärkiſchen Kammer.;:
Der Storkowiſche Flöſſerkanal geht aus dem Storkowiſchen See Dolgen ab, die Stadt Storkow, bei der Mühle, durch, woſelbſt das Mühlenfließ hineintritt, geht darauf in den Wolziger See, von dieſem vermittelſt des Plöſſinſchen Fließes nach dem Prieroſchen Schul- zenwaſſer und in die Dahme, und ſo endlich, bei Cöpenick in die Spree. Er ward im Jah- ve 1732 zu graben angefangen, um den Transport des Holzes aus den benachbarten For- ſten nach. Berlin zu erleichtern, und hat in der Hinſicht weſentliche Dienſte- geleiſtet.
Der Werbelliner Hanal in der Ufermark, geht aus dem großen Werbellinſee ab, welcher, durch den-Grimnikſee, mit dem Welſefluß in Verbindung ſteht, und daher zum Trans? port der Produkte aus der Ukermark nach Berlin ſehr bequem iſt. Er geht bei der hollän? diſchen Papiermühle vorbei, durch den Grabowſee, in den Pechteich, und aus dieſem, bei Zerpenſchleuſe, zum Finowkanal, hat 2 Schleuſen und bis zum Pechteich 19 Fuß, 6 Zoll Gez fälle. Der Zoll wird der Kurmärkiſchen Kammer berechnet.
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