dem. Frierpunkt, und die Hiße in heißen. Sommern: zuweilen auf 25 bis 26* über dem Frierpunft.*).
Im April treiben: gewöhnlich: die“ Baumfknoſpen,. und die frühen Blüther: kommen zum Vorſchein. Im Mai pflegen die erſten Gewitter zu erſcheinen. Die Ernte fällt: um die Mitte des Julius und- im Auguſt, folglich: viel fräher wie im Herzogthum Magdeburg.. Im Novem- ber fällt das Laub von: den' Bäumen, die Zugvögel: verlaſſen unſere Gegenden, und- unſere Zim- mer müſſen“ durch Kunſt erwärnrt: werden.:;
Die Gewitter entſtehem gewöhnlich in: Südweſt oder Südoſt, und ſind: bei der" Fläche der Mark ſelten heftig, gefährlicher werden die aus Norden aufſteigenden, welches- aber ſelten der Fall iſt. Gewitter: aus Weſten. führen oft Schloſſen und Hagel mit ſich. Die: herrſchenden Winde in der Kurmark find: die“ Weſt- Nordweſt- und Südweſt- Winde; aus Oſt und Südoſt wehen ſie ſeltener, und» nur' bei anhaltend heiterer Witterung. GSüd- und Weſtwinde bringen Regen; der Oſtwind, nach: Verſchiedenheit der Jahrszeit, Kälte oder Hiße, weil er trocken. iſt; eben ſo der Nordwind, der aber! im Winter gewöhnlich mit Schnee begleitet iſt, weil er“ über das Meer her wehet. Wenn der Wind ſich durch Nordweſt und Norden nach Oſter umſeßt, iſt die Witterung anhaltender und beſtändiger, als wenn er durch Südweſt und Süden nach Oſten herumgeht. Die Stürme kommen am häufigſten aus Weſten.
“Gewöhnlich ſtellen ſich zu Ende des Septembers und Anfang des Oftobers anhaltende Südwinde, und Ende: Aprils und Anfangs Mai anhaltende Nordoſtwinde ein. Jene bringen einen guten Nachſommer, dieſe trockenes Wetter und oft ſtarke Nachtfröſte.
Nach den Beobachtungen des Königl. Leibarztes und Ober- Stabsmedifus Herrn For- mey, haben wir, nach einem Durchſchnitt von 10 Jahren, jährlich 79 heitere, 153 trübe Tage, 104 Tage mit Regen, 27 mit Schnee, und gewöhnlich 15 bis 20 Gewitter in einem Jahre.**)
LITIE Gewäſfer..
Die Aufzählung: der' Flüſſe und: Gewäſſer erhält für den Staats-- und" Geſchäftsmann nur dadurch Brauchbarkeit und Werth, wenn dieſes in beſtändiger Hinficht auf ihren: innern Zu- ſammenhang und ihren: Einfluß: auf Verkehr“ und“ Handel geſchiehet; wenn:-ihm die: natürliche und fünſtliche Verbindung, das Jneinandergreifen: derſelben ſo vor Augen: gelegt wird, daß er allenfalls, ohne Hülfe einer" Karte“ ſich orientiren und: die Schiffahrtsfonnexionen im Innern des Landes ſogleich Überſehen kann.. Da bei. dieſer Darſrelſungsmethode nur die: wichtigſten: Ge-
*) Man' vergleiche“ hierüber' Büſchings ältere Wettergeſchicßte: der“ Mark Brandenburg: Berl. 1782,. 8. und Gronaus Beobachtungen über die Witteryng der Maxk“ Braadenburg.. Beclin 1794. 8-
**) Deſſen. Verſuch einer“ mediciniſchen Topographie von: Berlim.. Berlin 1796. gr.,. 8.-


