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Kalfberge bei Rüdersdorf, die Berghöhen bei Frankfurt an der Oder und vorzüglich im Bees- fowiſchen und. Storkowiſchen Kreiſe. Auch die Ufkermark hat verſchiedene hohe Berggegenden, vorzüglich auf der Weſtſeite, an der Mecklenburgiſchen Grenze bei Lychen, Himmelpfort und zwiſchen Prenzlow und Templin, welche größtentheils mit Holz bekleidet ſind. 5)
Der größte Theil der Kurmark beſteht aus einer mehr oder weniger ſtarfen Ver- miſ<hung von Sand und feſten Lehmtheilen, die aber, theils mit fruchtbarerem Boden, theils auch mit ſauren Niederungen und ganz magereni. Lande ſo häufig und in ſo geringen Entfer- " nungen abwechſelt, daß man zuweilen auf einer und derſelben Feldmark die äauffallendſten Extreme der Oberfläche findet. So hat man zum öftern- Heideboden, ſchwarzen Sand, Flugſand, ver?
miſchten Boden, Thon, Lehm, Gartenerde, Torf- und SONN und ganz ſauerbeizige Striche
in kleinen Bezirken,
Die hohen Sandflächen und 5 Heideboden nehmen freilich in der Kurmark einen ziemlich großen Räuin der Oberfläche ein und befinden ſich in allen Theilen dieſes Landes,
am häufigſten im Mittelpunkte deſſelben, in der Mittelmark. Die Altmark hat deren vorzüg-',
lich im Salzwedeliſchen und Arendſeeiſchen Kreiſe; die Prigniß bei Havelberg und vorzüglich zwiſchen Wittſto> und Zechlin, eine faſt ganz öde Sandfläche; die Mittelmark, beſonders. in ihrer Mitte, auf der nördlichen Seife von Berlin und in den Kreiſen an der Sächſiſchen und Magdeburgiſchen Grenze; die Ukermark hingegen nur auf der ſüdlichen und ſüdweſtlichen, an die Mittelmark und Mecklenburg grenzenden Seite. Dieſe Gegenden ſind es vorzüglich, welche mit Holz und Waldung überzogen ſind, aber auch hin und wieder Brennflächen und wahren Flugſand enthalten, Stellen, die dur<haus feiner Holzkultur fähig find.
Aber nicht aus-lauter Anhöhen und hohen Ebenen beſteht die Kurmark, ſondern ſie haf, vorzüglich längs den Fläſſen, Thäler und Ebenen, die zuweilen mehrere Meilen weit fortlaufen. Das ganze Land wird von vier Häuptgeſenken durchſchnitten. Das vorzüglichſte und tiefſte iſt das der Oder, welches nördlich auf der Grenze ſtreicht und bei Schwedt den niedrigſten Punkt in der Mark erreicht. Das zweite iſt. das Geſenke, worin die Elbe fließt, welches aber nur einen kleinen Theil der Kurmark, zwiſchen der Altmark und Prigniß. berührt. Dieſes Thal ſtreicht nordweſtlich, und ſteht mit den übrigen, welche aus dem Innern des Lat- des fommen, in Verbindung. Die beiden Hauptgeſenke im Innern werden von der Spree und der Havel durchſtrömt, vereinigen ſich bei Spandow,- und gehen alsdann, unter dem Namet der Havel, in nordweſtlicher Richtung bis zum Geſenke der Elbe. Aber auch die kleineren Fläſſe haben zum Theil anſehnliche Geſenke, Thäler und Niederungen. Die Hauptthäler und Fluß- ebenen ſind: in der Altmark, der ſogenannte Tanger, im Tangermündiſchen Kreiſe, der
») Merkwürdig iſt es, daß ſim faſt alle Berghöhen- der Kurmark in der Nächbarſchaft von Fläſſen oder Seen befinden, 3. B. der Müggelberg, der Harlungerberg, die Stöllenſchen und Freienwalder Berge,
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