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Die Krankheiten der landwirtschaftl. Kulturpflanzen und ihre Bekämpfung : Leitfaden für praktische und studierende Landwirte / von E. Riehm
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Die Bekämpfung der Pflanzenkranfheiten. 13

in jeder Weiſe für eine freudige Entwicklung der Pflanzen, ſo wird man Pflanzen erhalten, denen manche Krankheitserreger nichts an- haben können, und die einmal aufgetretene Krankheiten im all- gemeinen leicht überwinden.

Die Bekämpfung der Pflanzenkrankheiten, der Pflanzen)<ubß, beginnt alſo ſchon mit ver Vorbereitung des Saatbettes. Jn einem ſc<le<ht bearbeiteten Boden verläuft 3. B. die Keimung der Rüben langſamer; die Pflanzen bleiben daher länger in dem Jugendſtadium, in dem ſie von Wurzelbranderregern infiziert werden können.

Auch die Sortenwahl iſt von Bedeutung; ein ſrxoſtempfindlicher Winterweizen wird in Gegenden mit rauhem Klima leichter von Fuſarium und anderen Pilzen befallen als eine froſtharte Sorte. Aber mit der Aus8wahl einer für die Bodenart und die klimatiſchen Verhältniſſe geeigneten Sorte iſt e8 noc< nicht getan; man muß vielmehr auch darauf achten, daß man geſundes Saatgut verwendet. Eine gewiſſe Gewähr dafür, daß man wenigſtens leidlich geſundes Saatgut erhält, bietet dex Kauf anerkannten Saatgutes. Gerade in neuerer Zeit legen die D, L.-G. ebenſo wie die anderen an- erkennenden Körperſchaften mit Recht viel Gewicht darauf, daß die zur Anerkennung angemeldeten Saaten auch möglichſt frei von mit dem Saatgut übertragbaren Krankheiten ſind. Man darf aber nicht annehmen, daß anerkanntes Saatgut völlig frei von Krankheiten iſt und muß daher verſuchen, 3. B. durch peinliches Verlejen dex Kaxr- ioffelknollen krankes Saatgut auszuſchalten.

Ein weiteres für die Verhütung vieler Krankheiten wichtiges Moment iſt die richtige Saatzeit. Zu früh beſtelltes Getreide hat meiſt ſtaxk uniex Getreidefliegen zu leiden, zu ſpät geſäter Wintex- weizen wird leicht von Stinkbrand infiziert; richtige AuSſaatzeit iſt alſo ein wichtiges Vorbeugungsmittel im Kampfe gegen die Pflanzen- tkrankheiten.

Um eine Verbreitung auf dem Felde auftretender pilzlicher Paraſiten oder tieriſcher Schädlinge zu verhindern, kann man in vielen Fällen die erkrankten Pflanzen ausreißen und verbrennen. So kann man z. B. durch Entfernung aller ſc<warzbeinigen Kar- toffelſtauden eine Anreicherung de8 Bodens mit den die Krankheit hervorrufenden Bakterien verhüten. In den meiſten Fällen iſt aber dieſe Maßnahme undurchführbar, ſo iſt es 3. B. nicht möglich, auf