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Die Krankheiten der landwirtschaftl. Kulturpflanzen und ihre Bekämpfung : Leitfaden für praktische und studierende Landwirte / von E. Riehm
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4 Allgemeiner Teil.

Das Eindringen der Paraſiten geſchieht durch<emiſche und mechaniſche Mittel. Zunächſt wird der Infektionsſc<hlauch durch<e- miſche Reizung ſo gerichtet, daß er auf das Blatt, in welches er eindringen foll, zuwächſt. Man hat gefunden, daß 3. B. der ge- wöhnliche Pinſelſchimmel(Penicillium) in Blätter eindringt, die mit Zuckerlöſung injiziert ſind, während er nicht injizierte Blätter ver- jhont. Der Zucker wirkt in dieſem Falle als DN 02 Reiz auf den JInfektionsſchlauch.

Nicht zu unterſchäßen iſt der Druck, den eine wachſende Pilz- byphe, welche durch ein Nährſubſtrat(3. B. Zucker) angelockt wird, auszuüben vermag; ſolche Pilzhyphen vermögen, wie Verjuche gezeigt haben, dünne Goldblättchen, die auf Zuckerlöſung liegen, zu durchbohren. Bei vielen

BSO RITT Pilzen findet man Haft- EDEN jheiben(Appreſſorien), Abb. 2. Pythium de baryanum, ausfeimende 200- die e8 exmüglichen, einen ſpore z mit MEER IERADPNE GEN 1:G beſonders ſtarken mecha- nij<en Dry> auszuüben. Solche Haftſcheiben findet man bei den Mehltaupilzen, bei Botrytis u. a. m.; dieſelben entſtehen, ſobald die Pilzhyphe auf einen feſten Widerſtand ſtößt, verurſacht durch Kontaktreizwirkung. Be- rührt eine Hyphe von Botrytis cinerea ein Hindernis, 3. B. die Oberhaut eines Blattes, ſo verbreitert ſich die Pilzhyphe an der Berührungsſtelle. Oberhalb derſelben bilden ſich Verzweigungen und die neugebildeten Zweige verbreitern ſich wieder, ſobald ſie da8 Blatt berühren. So entſteht ein dem bloßen Auge wahrnehmbares Gewirr von Pilzfäden, die ſich feſt an das Blatt preſſen und eine Art Haft- jheibe bilden. Dieſe Haftſcheiben haben für den Pilz zweierlei Be- deutung. Erſtens wird durch ſie der Pilz gewiſſermaßen verankert, jo daß er auch durch ſtarken Regen nicht abgeſpült werden kann. Zweitens bildet das Appreſſorium ein Widerlager für den In- feftionsſchlauch und ermöglicht es ihm, einen ſtarken Dru auf die Blattoberfläche auszuüben.

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