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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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$. 79. Wirkung zwischen vier Stoffen, 327

den, so erfolgt durch die blofsen Verwand: schaftskräfte durchaus keine Zersetzung, oder ‚Wertauschung der Grundlagen, sondern es mischt

sich alles zu einereinzigen gleichartigen Flüssigkeit.

Auch dieser Lehrsatz läfst sich als blofse Folge- zung dessen, was in den Abschnitten IV, und V, vor- getragen worden, a priori beweisen,

Die beiden Doppelsalze mögen AB und CD heifsen, wo fund C Säuern, B und D.die Grund- lagen seyn mögen, ‚und zwar sollen die Buchstaben 'A,B,C, D bestimmt die chemischen Massen der vier Stoffe vorstellen.Man nehme nun in Gedan- ken vor der Mischung, aus dem Doppelsalz CD den Stoff D hinweg, und setze statt dessen eine eben so grolse chemische Masse des Stofis 2, welche wir 5 nennen wollen, so werden die Salze AB und CB vermischt, eine homogene Flüssigkeit ohne alle Zer- setzung bilden$. 62. S. 310 verglichen mit$, 77. a, und b.). Nimmt man nun in Gedanken die cheimi- sche Masse 5 aus der Mischung wieder weg, und setze statt derselben die ihr gleiche chemische Masse D, so geht offenbar in dem Verhältnifs der Kräfte keine Veränderung vor, war also. vorher der Zu- stand der Sättigung da, so mufs er auch jetzt noch da seyn.

80. Ueber einen Beweis dieses Satzes, a posterio- ri, lassen sich ähmliche Betrachtungen, als oben$. 27. $, 28ı desgleichen$. 66:u, 67. S. 314 anstellen, Doch giebt es eine Thaisache, die in der That einen sebr