$. 77. Sättigung. 323
a) Wenn zu einer Verbindung JB ein dritter ge- gen 4 verwandter Stoff C hinzugesetzt wird, so dals sich, nach$. 62, die Kraft der Unterlage 4 im Ver- hältnifs.der chemischen Massen von B und€ theilt, so stehen nach vollendeter Wirkung die beiden Ver- bindungen 4B und 4C, aus welchen man sich die ganze Flüssigkeit gemischt vorstellen kann, zz glei- chen Graden der Sättigung. Denn die Kraft von 4 ist nichts anders als seine chemische Masse($. 22.); ıheilt sich aber diese im Verhältnils der chemischen Massen von B und C, so ist klar,: dafs in der Ver- bindung 4B, die chemische Masse von 4, sich zur chemischen Masse von B, eben so verhält als in der Verbindung von AT, die chemische Masse von A zur chemischen Masse von C. Eben wegen der Gleichheit dieser Verhältnifse mischt sich alles zu einer einzigen gleichartigen Flüssigkeit, in welcher durch die blofsen Verwandschaftskräfte keine weitere
Zersetzung erfolgen kann,
b) Wenn zwei neutrale Salze AB, und 4C, die eine gemeinschaftliche Säure oder Grundlage haben, gemischt werden, so lehrt die Erfahrung, dafs die Mischiing 4BC in allen Fällen auch neutral bleiht. Daraus folgt, dafs alle Neutralsalze auf einer gleichen Stufe der Sättigung stehen, d. h.. dafs sie alle einerr lei Sättigungsverhältnifs(75) haben. Diefs Verhält- nifs ist höchstwahrscheinlich, das Verhältnifs der Gleichheit, weil in einem völlig neutralen Sal- ze, die Säure gerade eben sa viel auf die Grund-


