ZıA$.. 66."Wirkung zwischen drei Stoffen,
66..Um Misverständnifsen-in Ansehung des Satzes, und seiner Anwendung vorzubeugen, werden fol-
gende Anmerkungen nicht übertflülsig seyn.
a) Es ist ein Grundgesetz der Mechanik, dafs jeder in Bewegung gesetzte Körper, seine Bewegung geradlinig und gleichförmig so lange fortsetzet, bis eine andere Kraft seine Geschwindigkeit oder Richtung abändert, Es würde Misverständ- nils- dieses Grundgesetzes seyn, wenn Jemand ein adaequates Beispiel für diesen Satz, in der Wirklichkeit aufsuchen wollte: denn man mülste einen Körper aus der Natur heraus versetzen,
wenn man ihn dem Einflufs aller fremden Krälte
entziehen, und ihn in eine Lage versetzen wollte, wo. seine Bewegung durch nichts weiter, als durch sein Verharrungsvermögen. bestimmt wäre, Auf der andern Seite aber, würde es nicht weniger Misverständnils seyn, wenn man darum jenes Grundgesetz für unnütz, oder auch nur für unsicher halten wollte, Es ist für die Mechanik unentbehrlich, dena um das zusam- mengeselzte Spiel mehreger Naturkräfte richtig
zu beurtheilen, mufs man nothwendig die Ge-
setze jeder einzelnen Kraft kennen. Es ist nichts weniger als unzuverläfsig: denn jede Bewegung die uns vorkommen kann bestätigt es, weil keine richtig beurtheilt werden kann, wenn man nicht
jenes Gesetz zum Grunde legt.
Die Anwendung auf unsern Fall ist leicht, Ber-
thollets Satz nimmt auf nichts als auf die Ver-


