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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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des Grundsatzes. 31

ausdrücklich! bemerkt, nichts weiter, als dafs dieser B& standtkeil nur schwach gebunden sey, und daher bis auf einen gewissen Punkt durch jedes. schwache Reagens ab-

gesondeit werden könne.

Aus diesen Betrachtungen folgt aber dafs es unrichtig sey, was bisher allgemein als einerwiesener Dehrsatz an- gesehen wurde,:dals sich zwei''verwandte.. Stoffe: nur in gewissen bestimmten quantitativen Verhältnissen verbinden, Die Thatsache, dafs alle ktystallisirte Salze, und Fast alle

; feste Doppelverbindungen, ein bestimmtes.quantitarives Ver- hältnils der Bestandtheile haben, ist ganz unstreitig rich- tig; aber unrichtig ist es nur, dals diese Erscheinung

eine Wirkung der Yerwandschaftskraft ‚sey; vielmehr wird. sich in der ‚Fölge zeigen, dals es eine Wirkung von Cohaesionskräfien ist, die sich mir dem Mischungsverhält-

nils der Bestandtheile ändern.

Man sebe diels nicht für eine unnütze Subtilität an. Es wird unmöglich seyn, zu einer vollständigen Theerie aller chemischen"Erscheinungen"zu gelangen, ehe':wil nicht anfangen werden, die bei diesen Erscheinungen wirksamen Kräfte und ıbre Wirkungen scharf zu unter-

scheiden.

3. Man nımmt an, dafs die schwefelsäure eine stärkere Verwandschaft gegen Kalkerde habe, als die Phosphorsäure,- Man har-da- her geglaubt, dals es möglich sey, durch die erstere, die phosphorsaure Kalkerde gänzlich zu zersetzen, und dadurch eine, Phosphor- säure zu erhalten, welche nach dieser Ope- ration ‚blols eine gewisse in der Pliosphor-

säure auflösliche Menge von schwelelsaurer