des Grundsatzes. 31
ausdrücklich! bemerkt, nichts weiter, als dafs dieser B& standtkeil nur schwach gebunden sey, und daher bis auf einen gewissen Punkt durch jedes. schwache Reagens ab-
gesondeit werden könne.
Aus diesen Betrachtungen folgt aber dafs es unrichtig sey, was bisher allgemein als ein’erwiesener Dehrsatz an- gesehen wurde‘,:dals sich zwei''verwandte.. Stoffe: nur in gewissen bestimmten quantitativen Verhältnissen verbinden, Die Thatsache, dafs alle ktystallisirte Salze, und Fast alle
; feste Doppelverbindungen, ein bestimmtes.quantitarives Ver- hältnils der Bestandtheile haben, ist ganz unstreitig rich- tig; aber unrichtig ist es nur, dals diese Erscheinung
“eine Wirkung der Yerwandschaftskraft ‚sey; vielmehr wird. sich in der ‚Fölge zeigen, dals es eine Wirkung von Cohaesionskräfien ist, die sich mir dem Mischungsverhält-
nils der Bestandtheile ändern.
Man sebe diels nicht für eine unnütze Subtilität an. Es wird unmöglich seyn, zu einer vollständigen Theerie aller chemischen"Erscheinungen"zu gelangen, ehe':wil nicht anfangen werden, die bei diesen Erscheinungen wirksamen Kräfte und ıbre Wirkungen scharf‘ zu unter-
scheiden.
3. Man nımmt an, dafs die schwefelsäure eine stärkere Verwandschaft gegen Kalkerde habe, als die Phosphorsäure,- Man har-da- her geglaubt, dals es möglich sey, durch die erstere, die phosphorsaure Kalkerde gänzlich zu zersetzen, und dadurch eine, Phosphor- säure zu erhalten, welche nach dieser Ope- ration ‚blols eine gewisse in der Pliosphor-
säure auflösliche Menge von schwelelsaurer


