er auch: der dritte Vortheil, welcher aus der Bewäſſerung des Bodens in England und in den nördlichen Ländern entſteht,
findet ſich darin, daß dadurch im Winter.
und im Anfang des Frühjahrs der Froſt vom Boden abgehalten wird. Er ſc<ließt daraus, daß man den Ertrag der Wieſen durch Beſchü- ßung der Graswurzeln vor ſtarkem Froſt nicht ſelten werde verdoppeln können,
Endlich geben noch die Widerſacher der Bewäſ« ſerung der Furcht Raum, daß durch dies Verfahren viele Streitigkeiten mit den Mühlenbeſißern veranlaßt werden müßten.:|
Hier dürfen wir hoffen, durch ein gutes und wei- ſes Acerbaugeſeßbuch die Rechte und die Intereſſen der bei der Bewäſſerung Betheiligten geordnet zu ſe- hen 3 während wir. aber ein ſolches erwarten, können wir noch die Frage aufwerfen; ob ein Müller, welcher reichliches und oft ſo überflüſſiges Waſſer hat, daß er
es über ſeinen Wehrfachbaum laufen laſſen muß, nach.
dem gegenwärtigen Zuſtand der Geſeßgebung ſich wi- . derſeßen kann, wenn die Ufernachbarn dies überflüſ- ſige Waſſer zu ihrem oder zu dem öſſentlichen Vortheil anwenden, Quid prohibitis aquas? Usus commu- nis aquarum est(ſagt Ovid)» Gewiß iſt es, ſagt William Tatham, daß wir in jedem Tropfen Waſſers, den wir in das Meer rinnen
EF."SEEHEIM


