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G. Gazzeri's, Professors der Chemie zu Florenz, Neue Theorie des Düngers und seiner rationellen Anwendung im Landbau; oder auf Versuche gegründeter Beweis, daß nach der gewöhnlichen Art der Anwendung des Düngers im Landbau mehr als die Hälfte seiner düngenden Substanzen verloren geht / im Auszuge mit Anmerkungen und einer Nachschrift herausgegeben von C.F.W. Berg ...
Entstehung
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95
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am Reichlihſten düngende Landwirth über ſeinen Acker ausſtreuet,;

Man muß allerdings zugeben, daß bei Betrei« bung größer AFerwirthſchaften es unmöglich iſt, den Dünger:fſo genau mit der Erde zu vermiſchen, wie man den Taubenmiſt mit der Erde eines Gefäßes ver- miſcht;'da aber die Quantität verhältnißmäßig viel geringer iſt, ſo gehört ſchon eine große Vernachläſſi- gung dazu, wenn der Dünger ſich mit den Wurzeln

"einer ſo großen Anzahl von Pflanzen in unmittelbarer

Berührung befinden ſollts, daß'daraus für-die ganze Ernte ein weſentlicher Schade entſpringen könnte,

Es iſt ſehr leicht einzuſehen, daß alle andere Düngungsmittel, die weniger'hißig ſind als der Tay«- benmiſt; in ihrer Berührung weniger gefährlich ſind, indem ſie das Keimen ſowohl, als auch die Vegetation weniger zu verhindern im Stande ſind. Jn dem Vev« hältniß eines Viertels zum Ganzen hatte der Pferde«- miſt nicht die geringſte nachtheilige Wirkung; und da ſogar in einem der beiden zur erſten Verſuchs- Serie gehörigen Gefäße das Saamenfkorn im reinen Pferde«- miſt feimte und: die Pflanze vegetirte, ſo fiel es mir ein, einen Handzober mit friſchem Pferdemiſt zu füllen, in welchen ich einige Getreidekörner warf, um mich zu überzeugen, ob die gegen den friſchen Miſt ſo oft wie derholten Behauptungen, wodurch er angeklagt wird, daß-er- der Vegetation nußbarer Pflanzen durch Bes