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G. Gazzeri's, Professors der Chemie zu Florenz, Neue Theorie des Düngers und seiner rationellen Anwendung im Landbau; oder auf Versuche gegründeter Beweis, daß nach der gewöhnlichen Art der Anwendung des Düngers im Landbau mehr als die Hälfte seiner düngenden Substanzen verloren geht / im Auszuge mit Anmerkungen und einer Nachschrift herausgegeben von C.F.W. Berg ...
Entstehung
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lenſtoff. Wir wollen nun[unterſuchen, woher die Vegetabilien dieſen Kohlenſtoff während ihres Wachs- chums nehmen,

In der ſponkaneen Zerſeßung der organiſchen Subſtanzen, geht ein Theil ihres Kohlenſtoffs in Verbindungen ein, wodurch er im Waſſer auflöslich wird, und in dieſem Zuſtand kann der Kohlenſtoff von den Wurzeln abſorbirt werden; aber nur den klein- ſten Theil des Kohlenſtoffs aſſimiliren ſich hiervon die Pflanzen während ihres Wachsthums. Sie abſor- biren ihn hauptſächlich aus der Atmoſphäre, wo er in Geſtalt des kohlenſauren Gaſes ſich jederzeit in zurei- <hender Menge findet,*)

*) Wenn man Kalkwaſſer der atmoſphäriſchen Luſt ausſeßt, ſo bildet ſich ſogleich auf ſeiner Oberfläche ein weiz ßes Häutchen, welches aus der Verbindung des Kalkes und der Kohlenſäure entſteht; die ſonach in Menge in der Atmoſphäre vorhanden iſt.- Jedoch läßt ſich wohl nur von ſolchen Pflanzen,- die von der Erde iſolirt ſind, etwa um Verſuche zu machen, annehmen, daß ſie den Kohlenſtoff hauptſächlich aus der Atmoſphäre ent- nehmen. Die Hauptquelle des Kohlenſtoffs liegt doch wohl in der Dammerde(humus), die von der endlichen Zerſezung thieriſcher und vegetabiliſcher Subſtanzen zu > bleibt. Es iſt daher wohl wahrſcheinlicher, daß die Pflanzen den inihrer Zuſammenſchung reichlich enthaltenen Kohlenſtoff hauptſächlich aus der mit ihren Wurzeln