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G. Gazzeri's, Professors der Chemie zu Florenz, Neue Theorie des Düngers und seiner rationellen Anwendung im Landbau; oder auf Versuche gegründeter Beweis, daß nach der gewöhnlichen Art der Anwendung des Düngers im Landbau mehr als die Hälfte seiner düngenden Substanzen verloren geht / im Auszuge mit Anmerkungen und einer Nachschrift herausgegeben von C.F.W. Berg ...
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FE 2 20

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Vorzug giebt, welcher dafür hält, daß dieſe Sub- ſtanz ein Beſtandtheil der Pflanzen werde ,/' deren Wachsthum ſie befördert.*)

Der Pflanzenaſche legt der Herr Verfaſſer, eine gleiche Wirkung wie dem Gyps bei, indem ev'behaup- tet, daß ſie Pottaſche und Kalkſulſat gebe, die ſich faſt in allen Pflanzen finden, Er bemerkt, die Pottaſche wirke<emiſch auf die organiſche Materie des Dün- gers und auf den Kohlenſtoff, um dieſe den Pflanzen zugänglich zu machen; ſie äußere auf die Luft, von der ſie offenbar Feuchtigkeit einſauge, eine hygrome- triſche Wirkung.

Dieſe heilſamen Wirkungen werden beſonders durch das Verbrennen unnüßer Pflanzen, des Raſens u. ſ- w+ auf dem Felde hervorgebracht. Die Aſche mo- dificirk außerdem noc< die Conſiſtenz des Erdreichs,

*) Sowohl ältere Unterſuchungen von Humphry Davy, als auch die neueſten einiger franzöſiſchen Chez miker, ſcheinen es außer Zweifel zu ſetzen, daß der ſchwefelſaure Kalk, wenn er mit thieriſchen Excrementen in Verbindung geſeßt wird, dieſe nur austro>net, ohne ſie, wie der Kalk, durch Corroſivität zu alteriren. Man ſchreibt dieſem Umſtand den Vorzug zu, den das unter dem Namen Urate in Frankreich bekannt gewordene Düngungsmittel vor andern ähnlichen, als Poudrette u. ſ. w., ſich erworben hat,

B.