Den reinen Kalk erhält man durch die Einwir- Fung des Feuers, welches die Kohlenſäure und das Waſſer aus ihm verjagt. Dieſe Subſtanz übt. auf: organiſche Körper einen ſolchen fauſtiſchen und zerſtd»- renden Einfluß aus, daß ſie, indem ſie todte„ orga- niſche Subſtanzen zum Nußen der lebenden zerſeßt, auch dieſen durch“unmittelbare Berührung ſchadet; wenigſtens iſt dies der Fall, wenn ſie nicht vorher durch die Abſorption der Säuren, neu“raliſirt iſt, die von. einigen Chemikern in gewiſſen Erd- und Moor- Bo-- den erkannt ſind und die der Vegetation entgegen wirken,
Der mit Schwefel- Säuve verbundene Kalk, das heißt, der Gyps oder Kalk- Sulfat, äußert in der Praxis des Landbaus Wirkungen, die durch ihre Intenſität außerordentlich ſind.„Zur Erklärung der Einwirkung des Gypſes auf die Vegetation, zählt der Herr Autor die verſchiedenen Meinungen der Phyſiker und Chemiker auf, wobei er Davy's Meinung den
gasförmig ausgedehnten Kohlenſäure Verbindungen einz geht. So auch, wenn Kalk mit Erde und Miſt vers, miſcht iſt, welcher leicht Salpeterſäure erzeugt, ſo unz terdrückt er dieſe Säure und bildet Kalkſalpeter daraus. Es wird dadurch die Ausdünſtung, ſo wie das Auswa=
ſchen dieſer Säure verhütet, B.


