ad<A IRE
Zr. 3--
“ Andere Phyſiker beſtritten dieſe Meinung; Bergmann, ſich auf die Verſuche Margraaf's
ftantiellen Gewichts mit dem Gewicht der gedachten Erde, den einfachſten Beweis für die Wahrheit dieſes Saßcs liefern. Auch ſchon der bloße Augenſchein kann uns in Betrachtung mancher Pflanzen, die vorzugsweiſe ihre Nahrung aus der Luft entnehmen, über dieſe Er- nährungsart derſelben belehren. Als Beiſpiel wilb ich nur das ſogenannte Hauslauch(sempervivum te- etorum) anführen. Es wächſt dieſe Pflanze auf Mauern und Dächern, wohin ſie oft vom Landmann verpflanzt wird, weil er ſich ihrer Blätter gegen Menſchen- und Viehkrankheiten verſchiedener Art bedient. Sie hat oft kaum ein Loth etwa zufällig dahin gekommene, oder durch Zerſezung des dort wachſenden Moſes erzeugte Erde, zur Befeſtigung ihrer Wurzeln, und demohnerach» tet breitet ſie ſich mehrere Fuß weit über ihrem Stands punkt aus und erreicht dabei ein Gewicht von mehreren Pfunden|!
Unter den zahlreichen, paraſitiſchen Pflanzenarten Jn2 diens,. des Ganges, zeichnet ſich bekanntlich bez ſonders eine dadurch aus(Aerides odorata), daß ſie im Zimmer aufgehangen in freier Luft fortwächſt und blü» het. Laureiro bezeuget, daß ſie im Zimmer an dev De>e viele Jahre vegetire, und durch die angenehmen Gerüche ihrer vielen Blüthen die Bewohner deſſelben erz freue.
Im Allgemeinen genommen, ſind unſtreitig die blätz- terreichen Pflanzen am meiſten geeignet ihre Nahrung.


