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und ſchädliche:Vorurtheile dem gemeinen Be- ſten aufopfern.
Man hat ſchon zu unteyſhiedenen Zeiten und an verſchiedenen Orten viele obrigkeitliche Beo fehle gegeben, die unnüzen Wein- Stöcke zu unterdrucken, ſie ſind ſchlecht vollzogen wor- den; allein die Eigenthümer dieſer niedrigen Meinberge, die auf keinen re<hten Abhang lagen, ſind Zeugen von dem Vortheil, wel» <Hen gewäſſerte Wieſen einbringen, ſie haben die Weinſtöcke ausgeriſſen und daſelbſt Wie- ſen angelegt, ohne daß man zu ſcharfen obrig- keitlichen Befehlen ſeine Zuflucht hat nehmen müßen. Endlic) iſt auch die Wäſſerung den künſtlichen Wieſen ſehr zuträglich, ſie kommt bey nahe dem Mergel und dem Miſt gleich, mit welchen man ſonſten die Wieſen düngen oder fett machen muß, es haben auch alle Gü- ter den Mergel ni<t an der Hand, da doh ordentlicher Weiſe die Kornoder Frucht-Felder ſv viel Dung erfordern als man nur immer zu wege bringen kan.
Es iſt aber noh eine Betrachtung vorhan- den, welche wir nicht mit Stillſchweigen über- gehen müßen. Die Waſſer- Wieſen ſind auch vortheilhaftig zu Anlegung des Flachs und des Hanfs, deſſen viel vermehrter Wuchs uns in Stand ſezet, daß wir der Baumwolle gar leimt entbehren können: maſſen die Länder un- ſerer Himmels» Gegend ihre Pflanze nicht er-
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