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Anleitung zur Technologie, oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen, vornehmlich derer, welche mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in naechster Verbindung stehn : nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte / von Johann Beckmann
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Einleitung. FS. 8+ IH CoS

In neuern Zeiten hat man einigen Hand- werken dadurch einen Vorrang zu geben ge?

» ſucht, daß man ſie Sabriken, oder Manu»

fakturen, oder Rünſte, genant hat.' Die beyden erſten Benennungen können einem je- den Handwerke, da, wo es im Groſſen ge- trieben wird, und viele ſich einander in die Hände arbeiten, gegeben werden, doc< mit dem Unterſchiede, daß Fabriken Feuer und Hammer gebrauchen, nicht aber Manufactu- ren. Rünfſte, heiſſen Handwerke, welche groſſe natürlihe Fähigkeiten, viele Neben- kentniſſen verlangen, auch die, welche Juwe- len, Gold und Silber verarbeiten, und nicht in Zünfte gebracht ſind. Gerecht iſt dieſer Vorrang, aber im wiſſenſhaftlichen Vortrage, iſt man weder verpflichtet, noch fähig, ihn zu beobachten.

1. Einige Künſte hat man gar aus dieſer Klaſſe ausheben, und über alle hinaus rücken wollen, nämlich diejenigen, welche einige Gelehrſam- keit, ſonderlich Kentniß der Geſchichte und der Fabellehre verlangen, ſ'<d mehr als andere mit der Nachamung der Natur beſchäftigen, und mehr das ſchöne und angenehme, als das unz entbehrliche verfertigen. J< meyne die ſv 2e- nanten ſchönen Rünſte, 3. B. Malerey, Bildhauerey, Steinſ<neiderkunſt u. ſ. w. Ihr Lob iſt ſo weit getrieben, daß man eine Zeitlang ihre Kentniß allein der Achtung der Groſſen und dex Gelehrten werth gehalten hat,

bis