70 Einleitung. 5. 6, 7.
geſchieht das Umſc<auen dur<h den Altgeſel- len. Der, welcher Meiſter werden will, muß erſt ſeine Geſchicklichkeit dur< ein TMeis ſterſtück beweiſen.
17. Bey Erwerbung der Meiſterſchaft hat man ebenfalls ein theils lächerliches, theils ſchmerz- haftes Ceremoniel eingeführt, welches zum Theil von der römiſchen Manumiſſion, zum Theil von den Gebräuchen der Geiſtlichkeit, zum Theil von den Schulen der alten Philoſo- phen entlehnt worden. Dieſes Hänſeln ſolte vielleicht Geſellen abſchrecken, und die Anzahl der Meiſter mäſſigen, oder es ſolte Gelegen- heit zum Schmauſe geben,»der es ſolte den Gilden etwas von dem Ehrwürdigen der Orden verleihen. FStriedr.&riſius Ceremoniel der Handwerker, Leipz. 1712-2 1734. 8.
2. Auch unter den Meiſtern iſt der Unterſchied zwiſchen Jungwmeiſter, Altmeiſter, und Gildemeiſter angenommen worden,
47:
An einigen Orten ſind einige Handwerke auf eine gewiſſe Anzahl Meiſter eingeſchränkt, andere aber nicht. Jene heiſſen geſchloſſene, dieſe ungeſchloſſene. Einige Handwerke haben ſich einige Städte allein vorbehalten wollen, dahingegen andere überall ſind. Jene heiſſen geſperrete, dieſe freye Handwerke.
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