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Anleitung zur Technologie, oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen, vornehmlich derer, welche mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in naechster Verbindung stehn : nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte / von Johann Beckmann
Entstehung
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Einleitung. 5. 3-

ſehe die in Runde tentſhem Privatrechte CG. 468« angeführten Schriften,

2, Nur die Entſtehung und Einrichtung der Gil- den gehört hieher 3 aber die Frage von ihrem jetzigen Werthe, gehört in die Polizey der Zandwerke, das iſt, in den Theil der Stadt- polizey, der die Mittel lehrt, die Stadtge- werbe, alſo vornehmlich) die Handwerke, zum Beſten des Staats zu regieren. Sie ſcheinen freylicm? bey ihrer Entſtehung eben ſo viel gez nußt zu haben, als ſie zeßt ſchaden. Schon im dreyzehnten Jahrhunderte machte man den Verſuch ſie abzuſchaffen, aber man muſte ihn aufgeben, nachdem er in Würzburg, Goslar u. a, O. Blut genug gekoſtet hatte- Im Her- zogthum Holſtein wurden ſie unter der Regie- rung H, Johann Adolph aufgehoben, aber von ſeinem Sohne H. Friederich im JI. 1634 wieder hergeſtellet. Selbſt in dem noF) mos narchiſchen, deſpotiſchen Frankreich, konten die Oekonomiſten die Aufhebung der Gilden nicht durchſeßen.

3, Die Urkunden, Rechnungen, Briefe und Gel- der der Innung, werden in der U7eiſterlade oder Kade verwahrt, welche, wenn das Hand2 werb, das iſt, die Gilde verſamlet iſt, geöf- net wird. Daher rührt der Ausdru>: bey offener Lade,

Se 4+ Je känſtliher die Handwerke wurden, deſto mehr Uebung, Grfahrung und Zeit ver- langten ſie zu ihrer Erlernung. Daher fing man an, Knaben in die Lehre zu nehmen,

oder einzuſchreiben, aufdingen zu laſſen,