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Oeconomie der Landwirthschaft : mit Kupfern und Tabellen / nach dem Französischen des Baron E.V.B. Crud von C.F.W. Berg
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431
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Oeconomie der. Landwirthſchaft. 431

Hierbei ſind überall die erſten, weiter oben angezeigten, der Frucht eigenthümlichen Koſten noc< beſonders zu rechnen.

Wenn man die Luzerne vor dieſem Zeitraume umbric<t; ſo muß die darauf folgende Lereal- Ernte wenigſtens dann mit dem übrigen Dünger belaſtet werden, wenn dieſer auf den Morgen Land nicht mehr beträgt, als der Werth von vier Fudern Miſt, jedes zu zwanzig Cent? nern gerechnet; im leßtern Fall muß Alles, was dieſen Betrag überſteigt, der nach dieſer Cereal? Ernte folgenden Rotation oder der erſten Ernte dieſer Rotation allein, wenn ſie eine Cereal- Ernte iſt, zur Laſt geſchrieben werden.

Ich hoffe, daß dieſe kleine Anzahl von Beiſpielen eine hinlänglich deutliche Jdee geben wird, um ſolchen Perſonen, welche landwirthſchaftliche Rechnungen zu führen haben, in allen vorkommenden Fällen, in Hinſicht der richtigen Repartition des Düngers auf die verſchiedenen Ernten einer Frucht- Folge, als Anleitung dienen zu können.

Man darf nie vergeſſen, daß der Curſus einer Frucht- Folge, den ihr gewidmeten Dün- ger gänzlich bezahlen muß; hiervon ſind nur einige wenige Fälle ausgenommen, wo der Boden bei Beendigung einer Rotation beträchtlich verbeſſert iſt. In einem ſolchen Fall ſoll der ſo an Fruchtbarkeit bereicherte Boden mit dem in ihm gebliebenen Dünger/ Werth nicht belaſtet bleiben z dieſer Werth ſoll vielmehr zur nächſten Düngung, welche folglich vermindert werden muß, ge- rechnet werden: denn, wenn man immer auf gleiche Weiſe fortdüngen wolltez ſo würde ein Bo- den, welcher beim Ausgange einer Frucht- Folge reicher wäre, als vor dem Anfange derſelben, bald alle in ihn geſäete Cerealien lagern machen, und ſo würde ſich ſein Ertrag, wenigſtens hin- ſichtlich der Cerealien, mehr vermindern als vermehren.

I< will es mir nicht verbergen, daß dieſe Koſten- Repartition auf mehre Jahre und Ernten Schwierigkeiten darbietet, welche beſonder8 den Perſonen groß ſcheinen müſſen, die mit dem Rechnungs- Weſen nicht ſehr vertraut ſind; ſie ſcheint mir aber unumgänglich nothwendig zu ſeyn, um die wahren Vortheile oder Nachtheile zu entdeXen, welche aus der einen oder aus der andern Cultur oder Producten- Art entſtehenz der Landwirth darf alſo auch hier, wie in vielen anderen Fällen, einige Schwierigkeiten nicht achten, wenn er die erwünſchteſten Reſultate zu erlangen beabſichtiget.