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Oeconomie der Landwirthschaft : mit Kupfern und Tabellen / nach dem Französischen des Baron E.V.B. Crud von C.F.W. Berg
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142 Deconomie der Landwirthſchaft.'

Man wird bald ſehen, daß jede freiwillige oder" nothgedrungene Einſchrän- kung dieſer Vorſchüſſe es unmöglich macht, dem Boden viel Vortheile aäbzuge- winnen.

Will man ſeine Wirchſchaft dur< eine Vermehrung des Viehſt andes no<g mehr empor bringen, ſo muß man auch das zur Viehnußung und ſelbſt das zur Nußung des Grundſtücks beſtimmte Capital vergrößern? denn es kann ſich treffen, daß eine große Melkerey ihre Producte nicht gerade zu dem Zeitpuncte abzuſeßen weiß, wo es am vortheilhafteſten wäre, ſie in Geld umzu- wandeln,

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Man muß ſich in Hinſicht der Werkzeuge und Geräthe auf die wahrhaft nothwendigen oder wenigſtens nübßlichſten beſ<ränfen. Ein Werkzeug iſt für nüßlich zu achten: 4) wenn die Erſparniß, die es verurſacht, ſowohl die allmälige Ver- ringerung und die Jntereſſen des darauf verwendeten Capitals, als die zu den er- forderlichen Reparaturen nöthigen Koſten an. Werth überſteigt; 2) wenn es überdieß eine Arbeit liefert, welche derjenigen an Güte wenigſtens gleich kommt, die man ohne das Werkzeug hätte erhaiten können; denn es könnte wohl geſchehen, daß, wäh» rend man das Einfache an den Arbeitsfoſten erſparte, man das Doppelte an der Ernte einbüßte, Natürlich würde dann das Werkzeug mehr Schaden als Nußen bringen.

Uebrigens könnte auch der Fall eintreten, daß, was in dieſer Hinſicht dem Landwirth insbeſondere Vortheil brächte, nachtheilig auf das Allgemeinwohl einwirkte. So würde es z, B. in einem Lande, wo die Handarbeiter während des ganzen Winters ihr Brod damit verdienten, Cerealien zu dreſchen und Reis zu reinigen, und wo man fein anderes Mittel hätte, dieſe Arme während. der Jahreszeit, welche den Stillſtand der Landarbeiten mit ſich führt, zu beſchäftigen, in einem ſolhHen Lande, ſage ich, würde es von nachtheiligem Einfluß auf die Bevölkerung ſeyn, wenn man Dreſc<hmaſchinen und Reisſtampfen in Anwendung ziehen wollte,

Auf der andern Seite giebt es Fälle, wo die Maſchinen zur Beförderung des Gemeinwohls beitragen können, ohne der Perſon, die ſich ihrer bedient, ins- beſondere Vortheile zu gewähren. Wenn z. B. die Handarbeit ſo theuer wäre, daß die Erſparniß an Körnern, die man bei dem Beſäen der Aec>er mit der Säema- ſchine maßt, von der damit verknüpften Vermehrung der Arbeitsunkoſten überboten würde; ſo würde es demohngeachtet in Jahren der Theurung wünſchenswerth