Teil eines Werkes 
2 (1824)
Entstehung
Seite
34
Einzelbild herunterladen

= 3=>

brachähnliche Bearbeiten des Bodens für die nachfol» gende Getreideſaat vorbereitet 3; das aber freplich in feinem Falle vernachläßigt werden darf, Sollte daher irgend eine dieſer Früchte ſo ſehr verunglüFen, daß ſie des Beha>ens nicht verlohnte, ſo muß der Aer ſchlechterdings als Brache behandelt, und mittelſt des Pfluges bearbeitet werden.

3.) Daß in dieſem AFerſyſteme Getreide nie auf Getreide folgen darf, ſondern daß die Halmfrüchte immer mit Meliorirungsfrüchten abwechſeln müſſen, dieß iſt ſchon oben als nothwendiges Mittel zum Zwee bezeichnet worden; da wir dadurch allein nur zu völliger Entbehrung der Brache, und zur Unab- hängigkeit von den Grasländereyen gelangen können, worin doch einzig die<arakteriſtiſche Weſenheit dieſes Syſtems beſteht.= Indeſſen kann doch, gleichſam ausnahmsweiſe, bisweilen Sommergetreide nach Win» tergetreide gebauet werden; jedoch nur immer unter den Bedingungen, daß dieß ja nicht zu oſt geſchehe daß der AFer zuvor in völliger Kraft und Neinheit ſey, und daß nach ſolchen zwey Getreideſaaten unmit- telbar eine gut zu bearbeitende Ha>frucht folge.=- Daß Wintergetreide unter keinem Vorwande auf ir- gend eine Halmfrucht folgen dürfe, dieß brauche ich wohl kaum zu erinnern, da ſelbſt der gemeinſte Bauer von geſundem Menſchenverſtande bey der ſtrengſten Getreidewirthſchaft einer ſo ſchlechten und verderblichen Fruchtfolge möglichſt auszuweichen ſuchet.

4.) Gedüngt darf nie unmittelbar zu Getreide werden, weil der Aer in dieſem Falle, wie uns die Erfahrung längſt gelehrt hat, ſehr leicht mit Unfraut