man nie zuvor reiflichſt zu überlegen, ob man auch dieſe Arbeit in ihrer ganzen Fülle, und„immer zur gehörigen Zeit daran wenden könne, ohne deshalb andere vielleicht noch viel wichtigere, und in das Gan- ze der Wirthſchaft bey weitem eingreifendere Arbeiten vernachläßigen zu dürfen. So iſt die Cultur derjeni»- gen Hakfrüchte, welche zu ihrem Gedeihen viele Hand- arbeit erfordern, ob ſie gleich unter andern Umſtänden außerſt lohnend iſt, überall nicht anzurathen, wo man wegen Mangel an Bevölkerung nicht ſicher iſt, ob man die dazu erforderlichen Arbeits8hände immer zu gehöriger Zeit, und um billigen und verhältnißm4ä- ßigen Preis erhalten könne. Manche Handels- und Fabrikpflanzen aber, welche häufigere Arbeit fordern, unter ſolchen Umſtänden in größerer Ouantität auf dem Aer bauen zu wollen, würde vollend3 ins Ver- derben führen, und lautes Gelächter aller Kundigen nach ſich ziehen.
ß. 12.
9.) Zur Verkürzung und Verminderung der Arbeit leiſten oft gut und zwe&mäßig gebaute Maſchinen und Inſtrumente nicht geringe Dienſte; wie dieß nicht nur in Fabriken längſt bewährt iſt, ſondern wie es auch bey der Landwirthſchaft täglich erprobt werden kann.
Schon unſer gemeinſtes Werkzeug, der Pflug,
Hat=- wenn er mit ſeinem nunmehr auf den Garten-
bau reducirten Vorgänger in Umwühlung und Um-
wendung de8 Bodens, dem Spaten verglichen wird==
ſeit ſeiner Erfindung ſo viele Arbeitserſparung hervor«-
gebracht, als alle Maſchinen der Fabriken zuſammen 2%


