a H38, Eu
von den gemeinſten Routiniers mit Schamröthe zu er- lernen brauchten. Dieſe Grundſägte ſind beyläufig fol-
gende: ß. 8-
1.) Jede Arbeit, die zu rechter Zeit und den vrk- lichen Umſtänden gemäß angewendet wird, iſt auch nüßlich, ſo wie jede Vernachläßigung derſelben, wo ſie etwa nothig, oder auch nur nügßlich ſeyn könnte, immer unausbleiblichen Schaden bringen muß. Die- jenigen irren daher gewaltig/ die ſich für große Öko- nomen(leider würdigt man auch oſt im Deutſchen das Wort Öfonomie ſo weit herab, um damit Knierey und Filzigkeit zu bezeichnen) halten, weil ſie nur ſehr wenige Arbeit auf ihre Wirthſchaft. verwenden, und dadurch an Koſten ſparen. Derjenige der das Weſen der Wirthſchaft beſſer verſteht, läßt ſich im Gegentyeile eiſrigſt angelegen ſeyn, immer Arbeits- bände ſowohl, als Zug- und andere Arbeitsfräſte in Fülle in Bereitſchaft zu haben, damit er ſo viele Ar» beit auf ſein Landgut verwenden könne, als nur im- mer die Umſtände unter denen er wirthſchaftet, erhei- ſchen mögen, volkfommen überzeugt, daß nichts in der Welt ſich beſſer bezahlt, als Arbeit die den Local- verhältniſſen gemäß angewendet worden. Daß aber hiebey alle Umſtände wohl beachtet werden müſſen, und daß ganz beſonders auf die oben erwähnte eben durch die örtlichen Verhältniſſe zu beſtimmende größe» re Extenſion oder Intenſion der Wirthſchaft immer eine ganz eigene Rückſicht genommen werden müſſe, daß es endlic) hierin, ſo wie überall, auch ein Maximum gebe, das man nicht unbeſtraft über- ſchreiten darf, verſteht ſic) wohl von ſelbſt.


