Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
220
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am 27. am

ſcheidet, zuerſt geſchehen; beſtimmt man aber den Hyu- musgehalt durch Auskohung des Bodens mit Kali, ſo kann die Abſcheidung des Kalks geſchehen, wenn der Humus ſchon entfernt iſt.=- Kohlenſaures Eiſen kommt nur zuweilen in feucht liegenden Bodenarten, und koh»- Jenſaure Bittererde nur ſehr ſelten in geringer Quanti- tät, und dann in den Gegenden vor, in deren Nähe ſich Serpentinfelſen oder andere bittererdige Mineralien be- finden, Man kann alſo in der Regel annehmen, daß das, was in dem gewöhnlichen Akkerboden, ſo wie auch - in den meiſten Mergelarten ein Aufbrauſen mit Säuren erregt, kohlenſaurer Kalk ſey.=- Man kann ſich nun, wenn man nicht auf jene beyden Subſtanzen Nückſicht nimmt, und nicht eine große Genauigkeit verlangt, das ganze Berfahren der Abſcheidung und Gewichtöbeſtimmung des kohlenſauren Kalks ſchr vereinfachen.=- So darf man z+ B. nur die kalkhaltige Erde genau austro>nen, als- dann eine beſtimmte Quantität derſelben mit Salz- oder Salpeterſäure ſo lange übergießen, bis kein Aufbrauſen mehr erfolgt, und ein hineingetauchtes Stückchen Lak- muspapier merklich roth gefärbt wird. Dieſe Miſchung läßt man bey einer mäßigen Temperatur ungefähr einen Tag ſtehen, und rührt ſie während dieſer Zeit mit einenr Glasſtäbchen zuweilen um, damit der etwa zuerſt noch nicht aufgelöſte Kalk aufgelöſt werde, Röthet die Flüßig- Feit am andern Tage no< das Lakmuspapier, und ſtei= gen keine kleinen Blaſen mehr in ihr empor, ſo kann man gewiß ſeyn, daß aller Kalk aufgelöſt ſey. Man bringt nun die ganze Miſchung auf ein vorher getrock- netes und genau gewogenes Filtrum, läßt die Flüßigkeit