Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
236
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5.) Wenn der Saame, den wir wegen Mangel eines andern, zur Ausſaat zu verwenden gezwungen ſind, theils aus unvollkommenen und unreifen Kör- nern beſteht, theils mit Unkrautſämereyen vermengt iſt, ſo iſt er zuvor gehörig durch Winden, Sieben, und Schwemmen zu reinigen, und zur Ausſaat vor- zurichten. Das Schwemmen iſt beſonders, des unreifen und unvollkfommenen Getreideſaamens wegen, nöthig, weil dieſer, da er leichter iſt, oben zu ſchwimmen pflegt, und daher mit leichter Mühe von dem übrigen abgeſondert werden kaun,

Ginige pflegen, um die Keimung zu befördern, den Saamen vor der Saat entweder in reinem, oder wohl auch mit Miſtjauche oder noch andern Ingredienzen verſegtem Waſſer einzuweichen. Allein dieß iſt auf je- den Fall verwerflich 3; denn bey feuchter Witterung iſt es ohnedieß eine überflüßige Arbeit, da man ſich bey ſolcher um das Keimen nicht zu ſorgen braucht, bey anhaltend tro>nem Wetter aber kann es ſogar leicht gefährlich werden, indem zu befürchten ſieht, daß der künſtlich hervorgelo>te Keim im dürren Erdreiche ver- tro&ne, und daher die junge Pflanze, bevor ſie noch das Licht erbli>et, zu Grunde gehe.

Ginige glauben, der Saame müſſe alljährlich, oder doch öfters gewechſelt, und aus der Fremde her- beygeſchafft werden, wenn er eine vortheilhaſte Saat gewähren ſoll, Allein ſie ſind in Jrrung, Im Gegen- theil iſt, hey übrigens gleichen Umſtänden, dem ſelbſt» erzeugten Saamen ſchon darum ein Vorzug einzuräu- men, weil dieſer ſchon an das örtliche Klima und den Boden gewöhnt iſt, woran der fremde Saame

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