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Fm Kleitten iſt es freylich ſehr leicht, nur lauter vollfommene Saamenkörner zu erhalten, indem man ſie, ſo wie ſie nach einander reif werden, und zur Vollkommenheit gelangen, einzeln zuſammen leſen kann, wie dieß auch wirklich bey der Gartenkultur zu geſchehen pfleget.
Im Großen und beym Aerbaue geht jedoch dieß nicht an, und wir müſſen uns daher ganz anderer Mittel bedienen, uns tüchtigen Saamen für unſere Felder zu verſchaffen. Sie ſind beyläufig folgende:
1.) Die Früchte,«deren Saamen wir zur Saat» beſtellung beſtimmt haben, ſind immer zuleßt abzu- ernten, damit der Saame zu deſto größerer Reife und Vollkommenheit gelangen könne.
2.) Beym Dreſchen ſind immer diejenigen Saamen- körner, die gleich im Anfange und faſt ohne Mühe aus den Ähren fallen, und die man daher den Vor» ſprung zu nennen pfleget, von den Übrigen abzuſon- dern, und für die Ausſaat aufzubewahren, weil eben ihr ſo leichtes Ausfallen ein Zeichen ihrer Reife und Vollkommenheit iſt.
5.) Eben aus dieſer Urſache ſind beym Wurfeln diejenigen Saamen für den Saatbedarf abzuſondern, die ihrer Schwere wegen dem Arbeiter am nächſten, und gleichſam in ſenkrechter Richtung zur Erde fallen.
4.) Wenn wir den Saamenbedarf von ander8woher ankaufen, und vielleicht an ſeiner Tüchtigkeit und Güte zu zweifeln Urſache hätten, ſo iſt es immer rathſam, zuvor zu verſuchen, ob er die nöothige Keimungskraft beſiße, oder nicht,


