Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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Fn dem nicht nur bey uns, ſondern wohl ſaſt in ganz Europa noch immer gewöhnlichſten A>erbau- ſyſteme, iſt es auf jeden Fall die Brache, welche die meiſten Pflugarten erfordert. Gemeiniglich wird ſie auf folgende Art bewerkſtelliget: Die Getreideſtoppel des vorigen Jahres wird erſt nach geendigter Früh- lingsſaat, etwa gegen Ende May, oder:=- wo man ſie etwa zur Weide nöthig hat= gar erſt mit Ende Juny, oder wohl noch ſpäter, umgebrochen, nach ei- nigen Wochen wird der Aker wieder gepflügt, welches man das Nühren oder Zwybrachen nennt, und nach Verlauf nach einiger anderer Wochen, wird endlich zur Saat gepflüget. Allein dieſe Behandlung der Brache, ſo allgemein ſie auch iſt, iſt immer ſehr mangelhaft, und dem Zweke, wegen welchem der Aer ein ganzes Jahr ohne irgend eine Frucht zu bringen, liegen bleibt, nur wenig entſprechend, be- ſonder3 aber, wenn das Stürzen der Stoppel erſt ſpät geſchieht, da denn, wegen Mangel an Zeit, das Nühren oft ganz wegbleiben muß.

Weit vollkommener und zwe&mäßiger wird daher die Brache auf folgende Weiſe behandelt: So bald das Getreide vom A>er weggebracht worden, wird die Stoppel mit einer ſeichten aber breiten Furche ge- ſtürzet- Nach Beendigung der Herbſtſaat wird der Aer zu mittlerer, oder nach Umſtänden wohl auch zu größerer Tiefe gepflüget, und vollkommen umgewen- det, da er denn ohne alles Eggen in rauher Furche den Winter über liegen bleibet, und dem wohlthätigen EGinfluſſe der Atmoſphäre preisgegeben wird. Nach beendigter Frühlingsſaat wird dem Bracha>er eine