Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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damit der Boden weder im erſtern Falle ſich ſchmiere; und dem Pfluge anklebe?noch in leßterem ſo ſehr verhärte, daß er demſelben vielleicht gar unzugänglich werde. Hierbey macht jedoch die Verſchiedenheit des Bodens nach ſeinen Beſtandtheilen einen gewaltigen Unterſchied, und immer wird daher dieſer Umſtand deſto mehr beherziget werden müſſen ,/ je zäher und hartnä>iger der Boden iſt.

In Betreff des zweyten muß im Allgemeinen ſtäts beobachtet werden, daß der A>er nie, und unter Fei- nem Vorwande eher gepflüget werde, bis deſſen Ober» fläche gehörig von der Atmoſphäre durchdrungen und geſättiget iſt. Man nennt dieß bey uns die Reifheit des Bodens zum AFern, und erkennt dieſen Zuſtand bey einiger Praxis leicht, aus dem Mürbewerden und Zerfallen der Erdſchollen, aus der veränderten Farbe der Oberfläche, und. aus dem Hervorſproſſen des Un- Frauts. Diejenigen, die da behaupten, daß der Aer nie zu oft gepflüget werden könne, irren gewaltig, und beweiſen klar, daß ſie nicht die mindeſte Erfah» rung in der Wirthſchaft haben, ja auch ſogar den Zwed verkennen, wegen welchem die landwirthſchaft- lichen Arbeiten unternommen werden. Sicher iſt's, daß man hier wie überall, durch das Übermaaß eben ſo ſehr, wie durch das Mangelhafte Schaden leiden konne-

Will man in Hinſicht des dritten Umſtandes, d. i. der Cultur- und Bewirthſchaftungsart beſtimmen, wann und wie oft gea>ert werden ſoll, ſo läßt ſich im All» gemeinen gar nichts ſagen, ſondern man muß immer auf das Einzelne übergehen,