Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
221
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Fm erſteren Falle, wenn wir nämlich ein voll- Fommenes Umwenden des Bodens bezwe&en wollen, muß die Breite der Furchen immer mit der Tiefe der- ſelben in genauem Verhältniſſe ſtehen/ und zwar ſo, daß jene etwa um die Hälfte größer als dieſe ſey.*) Pflügt man z. B. 6 Zoll tief, ſo müſſen die Furchen eirca 9 Zoll Breite haben, pflügt man nur 4 Zoll tief, ſo müſſen dieſelben eirca 6 Zoll breit ſeyn u. ſ. w. wenn die Pflugart eine vollkommene, gerade hinläng- liche, aber auch nicht übertriebene Umwendung des Boden3 bewirken ſoll.

Im zweyten Falle aber vernachläßigen wir dieß Verhältniß vorſäßlich, und ziehen gewöhnlich deſto ſchmälere Furchen, je tiefer wir zu aFern haben, um das Vieh zu ſchonen, deſto breitere aber, je ſeichter gepflüget werden ſoll, um die Arbeit zu beſchleunigen.

Bey allen unvollfommenen Pflugarten iſt, wenn ſie ſeicht ſeyn ſollen, der Exſtirpator, wenn ſie aber tiefer erfordert werden, der Haken ſtatt des Pfluges vortreff- lich zu gebrauchen.

S. 107.

Wenn wir bey dem Adern die Furchen immer, oder doch mehrentheils, in einer und derſelben Rich- tung, gegen. die Mitte zu wenden, ſo muß natürlich der Acker zuleßt erhaben erſcheinen. Dagegen wird er

*) Nac< dem Engländer Bailey muß die Breite der Furchen ſich zur Tiefe derſelben wie 7: 5 verhalten, wenn der Boden am vortheilhafteſten umgewendet werden ſol.[= deſſen Abhandlung 2 Der beſtmögliche Pflug a. d. Engl, überſeßt,