Nicht bloß mit Waſſer und Säuren, ſondern anch mit Erdſioffen anderer Art, beſonders mit der Thon? erde, geht die Kalkerde eine ächte<emiſche Verbin- dung ein, wie uns das Daſeyn derſelben im Mergel deutlich genug lehret; doch iſt ſie auch oft in andern Erdarten bloß mechaniſch beygemengt vorhanden.
Wird die durch Brennen dargeſtellte reine Kalk erde längere Zeit hindurch der freyen atmoſphäriſchen- Luft ausgeſeßt, ſo zieht ſie aus derſelben bey feuchter Witterung Kohlenſäure und Waſſer an ſich, geht mit dieſen eine<emiſche Verbindung ein, und wird wie» der zum rohen oder milden Kalke.--
Allein iſt ſie ſo wie alle andere Erdſtoffe auch im größten Feuer vollig unſchmelzbar, mit Kieſelerde aber ſchmilzt ſie zu reinem durchſcheinendem milchweiſ- ſem Glaſe.
Eine beſondere Eigenſchaft dieſer Elemenkarerde iſt noch, daß ſie in Verbindung mit Waſſer und Sand, oder zerſchlagenen und gepülverten Steinen jene bekannte Maſſe liefert, die wir Mörtel nennen, und die wir bey der Aufführung unſerer Gebäude zur Zuſammenfüttung der Steine und Ziegel gebrauchen, weil ſie die Gigenſchaft beſigt, dieſe Materialien: feſt zuſammen zu kütten, und durc) das Tro>nen ſelbſt ſteinartig und hart zu werden.
SETE d.) Die Talk-oder Bittererde findet ſich weit ſeltener in der Natur als die vorhergehenden,
und wohl am ſeltenſten in der obern Erdkruſte unſeres AFerbodens. Sie iſt daher für den Landwirth ſchon


