Zum“ Wäſſer hat ſie in dieſem Zuſtande eine wahre<emiſche Verwandtſchaft d. i. ſie zieht daſ- ſelbe begierig und unter ſtarker Erhißung an ſich und wird darinn gänzlich daufgelöſet; doch braucht fie zu ihrer völligen Auflöſung eine ſehr große Quantität Waſſers.- Nach Thaer*) und andern, braucht man 680 Theile Waſſers um einen Theil Kalk aufzulöſen. Von ſiedendem Waſſer braucht man jedoch weniger, indem nach einem der glaubwürdigſten Schriftſteller je) 400 Theile ſiedenden Waſſers zur Auflöſung eines Kalktheils hinlänglich ſind.=-
Dieſe Auflöſung, welche man Kalkwaſſer nennt, iſt durchaus rein und farbenlos, und äßend wie die Alkalien. Sie färbt die blauen Pflanzenſäſte grün, das Kurkfumepapier braun, und das Fernambukpa pier violet, und liefert beym Verdunſten Kryſtalle, welche mit Säuren verbunden eigenthümliche neutra» le Mittelſalze darſtellen. Dieſer ihrer Übereinſtimmung mit den Alfalien wegen, wird die Kalkerde eine al- kaliſche Erde genannt; ja einige der neueren Chemi» ker hatten ſie ſogar aus der Reihe der Erden heraus- genommen, und unter die Alkalien verſeßt, weil ſie mit den erſtern nichts als die bloße Form gemein zu haben ſcheint, in allen ihren übrigen Eigenſchaften
aber mit den Alkalien vollig von einerley Beſchaf» fenheit ut A)
*)ſ. deſſen Grundſäße der rationellen Landy, *4) f, Hermbſtädt*s Kameralc<hemie,
*»*) f, Hermbſtädt!s angeführtes Werk.
Dek. der Feldk, 1 Th. 2


