Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
16
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jn den Wäſſern, und macht unter andern auch oft einen höchſt wichtigen, und mächtig auf die Vegeta- tion(beſonders einiger Pflanzen) wirkenden Beſtand- theil unſers A>erbodens aus.=

In den organiſchen Körpern iſt ſie weit häufiger, als irgend ein anderer Erdſioff enthalten. So beſic- hen die Knochen der Säugethiere, die Schaaälen der Hühnereyer, die Schaalen und Gehäufe der Cruſta- cern, als der Schneen, der Muſcheln, der Korallen ws ſ- w. größtentheils aus Kalkerde, Auch findet man ſie in größerer oder geringerer Menge faſt in allen Vegetabilien, wenigſtens in ihrer Aſche, wenn ſie verbrannt werden.

Eben hiedurch, daß ſie ſo häufig in den orga» niſchen Körpern erzeugt wird, liefert ſie unter allen uns bekannten Grdſtoffen den größten Beweis, daß es mit der äbſoluten Ginſachheit der Elementarerden kei- ne Nichtigkeit habe, weil das, was erſt durch den Organismus erzeugt worden, unmöglich eine einfache Subſtanz ſeyn kann.=

Sie iſt im reinen Zuſtande nirgend in der Na- tur zu finden, da ſie ihrer überaus großen Affinität zu den Säuren wegen, immer mit einer oder der an? dern Säure verbunden angetroffen wird.. Aus der Verbindung mit der Kohlenſaure, in der ſie am hau- figſten exiſtirt, kann ſie jedoch durch bloßes Glühen, wodurch ſie von der Säure und ihrem concreten Waſ- ſer befreyet wird, ſehr leicht rein dargeſtellt werden. Sie erſcheint alsdann durchaus weiß, iſt ßend, und Heißt gebrannter, oder lebendiger Kalk«

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