ſondern ſie iſt immer entweder mit andern Erdſtoffen, mit Metalloxyden oder mit Säuren verbunden. So exiſtirt ſie z. B. im Thone in einer<emiſchen Ver» bindung mit Kieſelerde; im Mergel mit Kieſelerde, und Kalk; im Alaune mit Schweſelſäure, und et» was Kali u. ſ. w. Aus dieſem leztern kann ſie auch am leichteſten und in größter Quantität durch die Kunſt rein dargeſtellt werden.=-
Sie hat unter allen Elementarerden die größte waſſerhaltende Kraſt. Zwar zieht ſie das Waſſer nur ſehr langſam und allmählig an, nimmt aber eine ſeyr große Quantität deſſelben nämlich 2= 5-mal ſo viel als ihr eigenes Gewicht beträgt) auf, ohne es tropf» bar fahren zu laſſen, und bildet mit demſelben einen weichen ſchlüpfrigen Teig.
Hat ſie einmal das Waſſer in ſich aufgenommen, ſo läßt ſie daſſelbe eben ſo ſchwer und eben ſo lang- fam wieder fahren. Nur durch ſtarke Glühehige kann das Waſſer ſämmtlich aus derſelben gebracht werden. Nach dieſer Operation(wenn ſie nämlich, nachdem ſie angefeuchtet worden, ſtarker Glühehite ausgeſest wird) wird ſie hart, nähert ſich in ihren phyſiſchen Gigen- ſchaften der Kieſelerde, und kann nicht mehr durch Waſſer erweicht werden. Sie verliert alſo dadurch ihre mechaniſche Affinität zum Waſſer.=
Die Farbe der Alaunerde, wenn ſie völlig rein iſt, iſt nach dem Glühen eben dieſelbe, wie vor dem- ſelben. Sie iſt nämlich durchaus farbenlo3 oder gänz» lich weiß. Die rothe und andere Farben, die der Thon(deſſen weſeytlichſter B-ſtandtheil bekanntlich die Alaunerde iſt) yach dem Glühen annimmt, rührt


