deſſelben(höchſtens die Hälfte ihres Gewichts) zus rü>, ohne es 4ropfenweiſe fahren zu laſſen, und auch dieſes läßt ſie ſehr leicht und ſehr ſchnell wieder ver- dunſien. Ihre waſſerhaltende Kraft iſt alſo ſehr ge- ringe=
Für ſich allein ſchmilzt ſie auch im heftigſten Feu- er nie, thut man aber feuerbeſiändige Laugenſalze oder Alkalien hinzu, ſo kann ſie ſehr leicht zum Schmel- zen gebracht werden, und liefert das bekannte Arte- faft, welches wir Glas nennen, und welches immer deſto reiner, durchſichtiger, und beſſer iſt, je reiner die Beſtandtheile waren, und je zwe&mäßiger die Mi- ſchung vorgenommen werde.
CG. 12.
b) Die Alaäaun-oder Thönerde macht den Hauptbeſtandtheil des gemeinen Thones, ſo wie des erdigen Mittelſalzes, das wir Alaun nennen, aus, wovon ſie auch ihre beyden Nämen erhalten hat.
Sie findet ſich nächſt der Kieſelerde am häufig» ſten in der lebloſen Natur, und iſt beynahe in allen Erd- und Steinarten häufig anzutreffen, in organi- ſchen Körpern aber findet man ſie nur ſelten/ und nur in ſehr geringer Ouontität.=
Im reinen Zuſtande iſt ſie ein feines, ſanft an- zufühlendes, durchaus weißes, geruch- und geſchma>» loſes Pulver, welches wenn e8 auf die Zunge oder an die Naſe gebracht. wird, ein ganz eigenes Gefühl erregt, das von der großen mechaniſchen Affinität die« ſer Subſtanz zum Waſſer herzurühren ſcheint.=“ Man findet ſie in dieſem Zuſtande in der Natur nirgends,


