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Ueber die Eigenschaften des Soldaten-Pferdes und die Mittel, die Zucht desselben zu befördern / von G.G. Ammon [...]
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datenpferdes im hohen Grade beſiten, ſondern auch von allen den gedachten Mängeln frei und von edler Abſtammung ſeyn; dann kann ſchon aus dieſer lezten Eigenſchaft auf eine Verbeſſerung und Veredlung "durch ſie, und auf die Erzeugung von brauchbaren Soldatenpferden gerechnet werden.

Es ergiebt ſich auch aus dem Geſagten, wie mangelhaft die Landgeſtütseinrichtungen in Ländern ſeyn müſſen, die keine Pflanzſchulen für die Land! geſtüte beſien, und wo die Landgeſtütbeſchäler durch Ankauf herbeigeſchafft werden müſſen. Außer Eng! land iſt kein Land bekannt, wo man Hengſte von ſolcher Qualität erzieht, daß eine hinlängliche Anzahl ſo edler Landgeſtütbeſchäler auszuwählen ſind, wie ſie tadelloſe Stammgeſtüte liefern können. Man wird ſich ohne dieſe, mit dem Maaß in der Hand, begnüs gen müſſen, ſie nur von gehöriger Größe und von groben Fehlern frei zu wählen, um durch ſie eine Vergrößerung der einheimiſchen Zucht und die Ver! mehrung derſelben zu bewirken. Aus dieſer Anſicht ergiebt ſich vollkommen der Werth der Stammgeſtüte, worin die edlen Keime des Morgenlandes gehegt und vervielfältigt werden können, um von einem edlen Stamme tauſend Keime in den großen Pferdeſtamm der Nation zu verpflanzen und dieſen dadurch weiter