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der einzelnen Theile, ſondern auch aus der edlen Ab: kunft des Pferdes. Von ihr hängt die Nerven! und Geiſteskraft, die Feſtigkeit der Muskeln und Knochen ab, und dadurch wird wiederum die mehr oder min/ dere Leichtigkeit, womit die Gangarten ausgeführt werden, bedingt. Ein gemeines Pferd, mit ſonſt ge? ſundem Bau, wird in ſeinen Knochen und Muskeln die Feſtigkeit, Stärke und Nervenkraft nicht beſitzen, welche zur Ausdauer und Leichtigkeit eines Reitpferdes erforderlich ſind.
Geſunde und gute Aſſimilations! Organe, wodurch der Körper ſich das Futter gut und leicht aneignet, ein damit verbundener breiter Bau des Körpers und der einzelnen Theile, zeugen für ein kräftiges und dauerhaftes Soldatenpferd, von dem man jede Ver? richtung und Anſtrengung erwarten kann. Daraus ergiebt ſich, daß ſchmale, ſpindelbeinige Pferde, ſolche mit ſchlechten Aſſimilations Organen, welche viel Futter zu ihrer Erhaltung bedürfen, ſchlechte Solda/ tenpferde ſind. Sie werden bei Märſchen, langen Anſtrengungen und bei dem geringſten Mangel bald unbrauchbar.
Die Landgeſtütbeſchäler ſind es, welche die brauch! baven Pferde im Lande erzeugen ſollen; ſie müſſen alſo nicht nur alle jene guten Eigenſchaften des Sol:


