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Starke, ſehnige, nicht zu lange Beine, eine regel: mäßige Stellung der Füße, weder einwärts noch aus: wärts mit den Zehen, weder oben noc< unten enge, weder zu lange noch zu kurze, beſonders nicht zu weiche und biegſame Feſſeln, nebſt ſtarkem und geſundem Hufe, ſind Haupterforderniſſe.
Von der Stellung und Beſchaffenheit der Füße, der Lage der Schultern, aber beſonders von der Be! ſchaffenheit und Kraft des Hintertheils, hängt die Fortbewegung oder die Ausführung der Gangarten des Pferdes ab. Dieſe ſind es, welche dem Reiter Sicherheit und Annehmlichkeit, dem Pferde aber Ausdauer geben. Iſt das Pferd zu gebunden in den Schultern, ſind ſeine Beine nicht regelmäßig gebaut und geſtellt, ſo entſtehen daraus Gangarten, welche die Sicherheit des Reiters gefährden, ſein Fortkom/ men verhindern, oder durch ihre Unbequemlichkeit den Reiter und das Pferd ermüden, auch verurſachen, daß das Pferd ſich mit den Füßen ſchlägt, verlekt, zu ſchnell ermüdet, oder gegen andere Pferde zurücf bleibt. Vorzüglich iſt Sicherheit ein Haupterforder niß, bei deſſen Mangel die Geſundheit und das Le ben des Reiters in Gefahr geſekt wird.
Die Kraft und Ausdauer entſpringt nicht nur aus der Stärke, dem richtigen Bau, Lage und Umfang
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