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zu veredeln. Nur auf dieſem Wege wird die Mög: lichkeit erreicht, im eigenen Lande brauchbare Solda: tenpferde finden zu können,
Woher aber können dieſe Pflanzſchulen den edlen Saamen ziehen, deſſen Früchte unſern Anforderungen entſprechen? Wo iſt dieſer Adel unter den Pferden, dieſe Kraft, Dauer, Gewandtheit, oder mit einem Worte, wo ſind dieſe Vorzüge des Reitpferdes ver! eint anzutreffen?=- Nach allen Erfahrungen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Geſchichte der Pferdezucht, nur im Morgenlande,
Bis jekt haben die arabiſchen Pferde dieſen Ans forderungen entſprochen, ſie ſind es vorzüglich, welchen man in europäiſchen Geſtüten die Veredlung zu vers danken hat. In ihnen findet ſich Kraft, Leichtigkeit, Gewandtheit, Schnelligkeit und Ausdauer in hohem Grade vereinigt. Ein kraftvoller, ſchön gerundeter Körper iſt bei dem arabiſchen Pferde mit Geiſt und Nervenkraft durc<drungen, und alle Bewegungen übt es mit der höchſten Lebendigkeit und Ausdauer; vers einigt damit die höchſte Verſtändigkeit und Gelehrig? keit, welche man ia dieſer Gattung findet, und iſt mit mäßigem Futter auf Märſchen und in der Hei! math in einem kraftvollen, gut genährten Zuſtande zu erhalten,


