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Grundsätze der Schaafcultur : Versuch eines auf Natur und Erfahrung gegründeten Unterrichts in der Zucht, Veredlung, Stallung, Wartung und Nutzung der Schaafe ... / von Matthias Andreas Angyalffy
Entstehung
Seite
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für jede Mahlzeit; eine wahre Kleinigkeit, die fich in der Folge reichlich lohnet.

FS: 1)

Ob ein Schaaf einiger geringer Flecken we- gen ſogleich zur Zucht unbrauchbar ſey.

Manche halten jedes Schaaf, auch das von den vorzüglichſten Eigenſchaften, ſogleich für ver- werflich und für undienlich zur Zuzucht, wenn es auch nur das geringſte ſchwarze oder braune Fle>- <en im Pelze, ja ſogar nur an den Füßen, an der Naſe, im Gaumen, oder auf der Zunge hat, weil ſie irriger Weiſe glauben, daß ſich dieſe Fle>Xe= auch die kleinſten und unbedeutendſten=- ganz un- fehlbar auf die Nachkommenſchaft vererben, und daß von ſolchen Schaafen lauter buntſcheFige Läm- mer erfolgen.*) Ich bin aber mit Herrn Staats- rafh Thaer**) anderer Meinung, weil mich die Erfahrung lehrt, daß von ganz weiſſen Müttern, und eben ſo weiſſen Widdern, und zwar oft in Schäfereyen, wo gar keine fremdartige Vermiſchung möglich iſt, dennoch bisweilen, aller Theorie zum Trotze buntſcheFige Lämmer fallen,***) und um?

gekehrt

*) Dieß ſcheinen wohl die meiſten neuern Schriftſteller bloß den alten Römeru nachgeſchrieben zu haben. ſ« B. Varro de re rukſi. Il. 2

Z 1365 **) f. deſſen Handbuch für die feinw. Schaaf- t

zuch;

***) Daß die Imagination ſo heftig auf die Scaafe wirken ſollte, daß ſie vom bloßen Anſehen eines far- bigen Gegenſtandes:als z. B. eines ſchwarzen oder bunten Hundes u. dgl. ſc<heckige Lämmer werfen, ſcheint umr vollig grundlos zu ſeyn, ob es gleich faſt alle neuere

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