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Grundsätze der Schaafcultur : Versuch eines auf Natur und Erfahrung gegründeten Unterrichts in der Zucht, Veredlung, Stallung, Wartung und Nutzung der Schaafe ... / von Matthias Andreas Angyalffy
Entstehung
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== UESHY= daß man daher nie ſeine ſelbſt erzogenen Widder--- wären ſie auch die allerbeſten=- zur Begattung gebrauchen, ſondern immer fremde Widder hiezu anſchaffen ſolle, wenn ſolche gleich weit ſchlechter als die ſelbſterzeugten wären. Die Schädlichkeit dieſes Vorurtheils ſpringt in die Augen. Aller- dings müſſen fremde Widder angeſchafft werden, wenn wir unſere Zucht verbeſſern wollen, ſo lange unſere eigenen, ſelbſt erzielten Widder nicht viel taugen. Haben aber einmal die Widder unſerer ei- genen Zucht jene Vollkommenheit erreicht, daß ſie Die fremden uns zu Gebothe ſtehenden hinter ſich zurück laſſen, ſo wäre es wohl die größte Thorheit das Beſſere mit dem Schlechteren zu vertauſchen. Im Gegentheil haben wir dann nichts Angelegent- licheres zu thun, als die nun einmal erlangten vor- zuglichen Eigenſchaſten unſers eigenen Viehes, mit Ausſchluß alles fremden Blütes, durch Zuſammen- paarung der jedesmal ſorgfältigſt ausgewählten, vollkommenſten Individuen, in ſich ſelbſt zu fixi- ren, und conſtant zu maßen. Nur durch dieſen Grundſatz haben es die berühmten engliſchen Vieh- züchter bey allen Viehgattungen zu einer Vollfom- menheit gebracht, die an Wunder grenzet, und worüber die Welt und Nachwelt ſtaunen muß. Mutterſchaafe können ohne Bedenken nach vollendeten 18 bis 20 Monathen ihres Lebens-- vorausgeſeßt, daß ſie bis dahin gehörig behandelt worden, und bey vollkommener Geſundheit ſind--- zur Begattung zugelaſſen werden. Will man ihnen Etwas zu Gute thun, ſo gebe manihnen während der Begattung Früh und Abends eine kleine Por- tion Hafer, etwa einen Meten auf 1000 Stück für