ſer wie frübes Bier ausſehe, bewirke, und wie Herr Brehmer bemerkte, daß es bei einer ſol- <hen Pfuhlwäſche doch wohl rathſam ſeyn möchte, in einem reineren Waſſer nachzuſpühlen, erwie- derte jener, daß dies bei ihm verſucht, die Wäſche aber dadurch mehr verdorben als ver- beſſert worden ſey.?
Herr Köhler erwähnte der Verſuche, die mit der egyptiſchen Saponaria(Badix antiloax genannt) gemacht worden, wovon er ſehr ſchöne Proben geſehen habe, worauf Herr Thaer er-
wiederte, daß das Krauf und die Wurzeln un-
ſerer gewöhnlichen Saponaria officinalis, welche ſich auf dem Sande ſehr leicht anpflanzen laſſe und forkwuchere, dazu eben ſo tauglich ſcheine, und ihm eine ſehr ſchöne Wäſche nach der Schur Genn auf dem Pelze ſey es noc< nicht verſucht) bei ſehr ſhmußiger Wolle gegeben habe. Sie ſcheine das natürlihe Fett der Wolle nicht wie die Seife anzugreifen, aber das überflüſſige und den Schmuß wegzunehmen, indem ſie nur durch ihre ſchleimige Subſtanz, nicht durch etwas lau- genartiges würke- Herr von Brüne> gab noch Nachricht von Verſuchen mit Waſſer, worin Erbſen abgekocht worden, die ein ſehr gewünſch- tes Reſultat gegeben, und daß auch dieſe reini- gende Wirkung des Erbswaſſers manchen Haus- frauen bekannt ſey und von ihnen benußt würde. Herr Trinius empfahl hinſichtlich der Mani- pulation bei der Wäſche beſonders, daß man die Pelze nicht reiben, ſondern ſie nur hin und her ſchwenken und ſanft mit der fia<en Hand drü- &en ſolle,
In Rückſicht der Wäſche theilte ver Präſi- dent noh" mit, daß die beiden Fabricanten Her- ren Albrecht und Oehlexrs, welche dem Con- vent wegen unabänderlihen Hinderniſſen nicht
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beiwohnen konnten, in ihren desfalſigen Schrei- ben den Vortheil des Verkaufs der Wolle im ungewaſchenen Zuſtande geſchildert hätten, indem dieſelbe ſo weit länger ausdauere, als im gewa- ſchenen Zuſtande, in welchem ſie den Motten und ſonſtiger Verderbniß weit früher ausgeſeßt ſey. Herr Brehmer theilte ganz dieſe Anſicht und ſprac) noch Mehreres darüber.
Ueber die mehr oder weniger gelbe oder weiße Farbe des Fettſchweißes wurden verſchiedene und zum Theil widerſprechende Er- fahrungen ausgeſprohen, Herr von Raumer hatte bemerkt, daß Thiere mit gelbem Fettſchweiß ein ſtärkeres Gewicht in der Schur gaben, wie die mif weißem, obgleich man ſie vor der Schur für gleich wollreich habe halten müſſen, welcher Meinung aber auch Andere nach ihrer Erfah- rung widerſprachen. Herr Pogge glaubte, daß einige hochgelbe Vließe die vdbllige Weiße nach der Wäſche nicht erreichten, worauf Herr Thaer erwiederte, daß ihm dies nicht vorgekommen ſey, daß es ihm aber„ſcheine, als zeige die Wolle mit weißem Schweiß nach der Wäſche mehreren Glanz, als die mit gelbem. Uebrigens wurden mehrere Erfahrungen über den Wechſel dieſer Farben bei einem und demſelben Thiere angeführt, und von den Meiſten angenommen, daß die Qualität und Quantität der Fütterung in Verbindung mit der Nahrungsfähigkeit des Thieres einen bedeuten- den Einfluß auf die Farbe dieſes Schweißes habe,
Ueber den Einfluß auf die Wolle, welchen-
das Clima und die Landesgegend bei übri- gens gleicher Haltung, nach der faſt allgemein
angenommenen Meinung haben ſolle, äußerte-
Herr. Thaer, daß mancje Bemerkungen ihm wenigſtens die Allgemeinheit dieſes Einfluſſes
bemannte


