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fig ſolc<e Vließe damit bezeichnet würden, deren Haare wegen einer ungleichen Bildung keine pa- rallele und regulaire Lage gegen einander hätz- ten, Die Herren Wollhändler beſtätigten, daß ſie nur jenes darunter verſtänden,
Veber die Wäſche ward Vieles und man- nigfaltig verhandelt, in Bezug auf die als Bei- ſpiele von ſchlechter und guter Wäſche vorgeleg- ter Vließe und Proben. Ueber den Abgang des Gewichtes durch die Wäſche und Reinigung der Wolle könnten nach Herrn Köhlers Bemerkung nur die Fabrikanten richtig urtheilen.
Bei der Frage: ob die Enkfettung der Wolle durch die Pelzwäſche auch zu ſtark ſeyn könne? legte Herr Pogge einige auf verſchiedene Art gewaſchene Wollen vor. Von einem Schafe hatte er nach der gewöhnlichen Teichwäſche genau die eine Seite abgeſchoren, und die andere Hälfte auf dem Leibe mit grüner Seife und Waſſer von 30-- 362 R, gewaſchen; nach vier Tagen wurde auch dieſe Hälfte geſchoren, und ergab gegen die gewbhnliche Wäſche einen Gewichts- verluſt von 425 p. C. Ein anderes ganz mit Seife gewaſchenes Schaf ſchor er ebenfalls nur halb ab, und ſetzte es mit der andern unabge- ſchorenen Seite zwdif Stunden einer Temperatur voir 360“ R., weiwe bis.28* herabfiel/"aus. Die den andern Tag erfolgende Schur dieſer Hälfte ergab feine Gewichtsvermehrung, mithin hatte die bewirkte ſtarke Transpiration keinen vortheilhaften Unterſchied hervorgebracht. Ein
dritter Verſuch ſollte lehren, ob das ſtarke Ent- fetten mit Seife auch nachtheiligen Cinfluß auf das neu anwachſende Vließ habe; zu dieſem Be- huf war ſchon in- vorigen Herbſt ein Schaaf geſchoren, und zur Hälfte mit Seife eingerieben; in dieſem Frühjahre fand ſich aber zwiſchen bei- ven Hälften kein Unterſchied,
Bei dieſen Ver-
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ſfüchen, zu denen Herr Pogge ein re<ht gelb-, ein gelblich= und ein ganz weißgeſchweißtes Thier genommen hatte, machte er nebenher die Bemer- fung, daß nach der gänzlichen Reinigung die Wolle des leßten Thieres am weißeſten, die des zweiten weniger und die des erſten am wenig- ſten weiß zu ſeyn ſchien,;
Der größte Theil der Herren Wollhändler fand dieſe vollfommen weißen, der reinſten Baum- wolle faſt gleichen Vließe zu ſehr entfettet, und aur der Fabrikant Herr Brehmer äußerte, daß er eine ſolche Wäſche nicht loben könne, in- dem dieſe Reinheit beſſer mit Urinwäſche in den Fabriken erreicht werde, und die angewandte Seife nachtheilig ſey- Herr Pogge las dage-- gen nach Aufforderung des Präſidenten die Briefe vor, welche er über dieſe Wollen von engliſchen Woll- Handels- Häuſern erhalten hatte, und wel- <e ihre große Zufriedenheit mit derſelben be- zeugten.
Ueber die verſchiedenen Arten der Wäſche und der Tauglichkeit verſchiedener Gewäſſer dazu, ward manches verhandelt. Die Sachſen gaben der Wäſche in der Mulde und Elſter unter allen den Vorzug, wogegen ſie mit andern Bächen, denen Moorwaſſer beigemiſcht ſey, oder welche Kalk enthielten, keine tadelloſe Wäſche erreichen könnten. Man äußerte die Meinung, daß Thon im Waſſer ſchlimmer ſey als Sand, wogegen aber die Verſuche angeführt wurden, wo durch das Einreiben eines mit warmem Waſſer verfer- tigten Thonſchlammes, eine vorzüglich ſchdne Wäſche bewirkt worden, die man auf keine an- dere Weiſe bei der mit ſchwarzem Staub verun-
„Teinigten Wolle einiger Gegenden erreichen konnte.
Herr Thaer bezog ſic) auf die nie gekadelte Wäſche", welche er auf eine ſehr leichte Weiſe in einem höchſt ſc<mußigen Pfuhle, deſſen Waſ-


