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zu können, ſo wurde gefragt: ob die Verminde- rung des Werlhs einer ſolchen Wolle alsdann blos aus der Arbeit des Abſchneidens entſtehe? warauf Herr Brehmer erwiederte, daß dieſe Koſten allein ſchon ſehr bedeutend wären, daß der Haupkverluſt aber aus der faſt gänzlichen Unbrauchbarkeit des abgeſchnittenen Theils, her- vorgehe,
E38 ſcheine als ob der Tadel, die Wolle habe Spilßzen, ſic) nicht blos auf das Gröberwerden des. einzelnen Haars beziehe, ſondern auf die Form der Stapel, welc<e oben ſpilzig oder ſpie- ßig zuliefen== in wiefern dieſes tadelhaft ſey? Herr Köhler meinte, die blos ſpißgewachſene Wolle verdiene dieſen Tadel nicht, er beziehe ſich blos auf das einzelne Haar, welches oben trok- ken, ohne Mark, Elaſticität und Kraft, alſo feh- kerhafter als die untere Röhre ſey. Herr Tri- nius fügte noch hinzu, daß man eigenklich nur das Spitzen nenne, was ſich bei der Wolle von
- Jährlingen die als Lämmer nicht geſchoren wor-
den, zeige,
Da bei der Bearbeitung beſonders auf der Krempel, ſagte Herr Thaer, die Stapel nicht erhalten ſondern zerriſſen werden, ſo käme der regulaire und fehlerhafte Bau der Stapel, wohl nur in ſofern in Betracht, als er eine Anzeige von der Beſchaffenheit der Haare die ihn bildeten, gäbe. An den Spilzen gröbere, ſpröde und ſtarre Haare würden immer einen an ſeinem obern Ende tadelhaften, entweder ſpießig zulaufenden oder ſchilfigen, buſchigen Stapel bilden, wogegen ein ſchönes gleichartiges Haar ſich oben gleich- mäßig an einander ſchließe und einen ſtumpfen abgerundeten Stapel bilde,
Auf die bei gewiſſen Wollen vorkommende Plattheit des Haars, legte beſonders Herr
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Köhler viel Gewi<t. Er erklärte, daß man das platte Haar mehr in groben unveredelten Wollen, als in feinen fände, und daß er es bei der Veredelung für beachtungswerth hielte, ſo daß man beſonders bei den Zuchthieren das runde cylinderförmige Haar zu erhalten ſuchen müßte. Bei gleicher Feinheit hätten die runden Haare mehr Kraft und Nerv als die platten. Man fände noch ganze Heerden, in denen nicht blos einzelne ſondern ein großer Theil der Vließe platthaarig ſey. Es zeigten ſich dieſe platten Haare an den Keulen und Hälſen, wie er glaube aber beſonders ſtark bei den gezwirnten Wollen, vorzüglich bei denen mit Grundzwirn,
Herr Thaer äußerte, daß die Plattheit des Haars, zwar an den eigentlichen Haaren
des Kopfes, der Beine und manchmal an den-
einzeln der Wolle eingemiſchten Ziegenhaaren, unverkennbar ſey, daß er ſich aber bisher von der Platthaarigkeit ganzer Vließe nicht habe überzeugen können, beſonders nachdem er Seg- mente einer ſolchen für platthaarig angegebenen Wolle unter das Sonnenmicoscrop gebracht und ſie dort faſt zirkelrund gefunden habe, Er glaube daher daß es ſich damit wie mit den Haaren des
Menſchen verhalte, bei denen man das Kopf-|
haar immer rund, das Haar anderer Theile aber platt gefunden habe; er wolle jedoch bei der gegenwärtigen Schwäche ſeiner Augen, die ihm microscopiſche Unterſuchungen nicht geſtat- teten, die Sache ferneren genauen Beobachtun- gen anheim ſtellen, auch ob der Unterſchied wich- tig genug ſei um darauf bei der Beurtheilung der Wolle Rükſicht zu nehmenz beſonders em- pfehle er darauf zu achten, ob gezwirnte Wolle dieſe Geſtalt habe..
Die Frage ob die Geſchmeidigkeit des


