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Anleitung zur Veredlung des Schafviehs : nach Grundsätzen, die sich auf Natur und Erfahrung stützen / verfaßt von Rudolph André
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Ad a. Was die eigentlihen Shaf-Huthweiden betrift, so ist

darüber folgendes zu bemerken:

Einegute SHhaf 8 Es sansten Berglähnen bestehen, die gegen Norden durch Gebürge, einzelne Berge oder Wälder 1 SeGraäe tf und auf diese Art vor den rauhen, kal- ten Winden ZedeXt sind, die nicht nur auf die Vegetation der Gräser und Kräuter/ soy-

ern äuch auf das Wohlbefinden der Schafe selbst, und besonders- auf die Güte der Wolle nachtheilig wirken, Sind sie zu steil, so geht dadurch die wohlthätige Wirkung des Regens beinahe ganz verlohren und sie liefern nur eine sehr geringe Futtermenge.

Alle tiefliegenden, niedrigen Weiden in den Ebenen taugen für Schafe nichts, denn sie sind gewöhnlich der Nässe, welche die Schafe durc<aus nicht vertragen können, unterworfen, und erzeugen überdieß meisien3 sauere, oder doH mit zuviel Feuchtigkeit Üborladene Gragarten, welche die gefährlichsten Krankheiten bei den Schafen erzeugen.

Aus eben dem Grunde muß man au) bey den Bergweiden darauf schen, daß jie froy von einzelnen, jumpfigen, naßen Stellen(Tümpel, Naßgallen) seyen, und sie, wenn sie sich finden, kro>en legen, umarbeiten und mit gesunden Gräsern und Kräutern bebauen.'. Vorzüglich ist nun darauf zu sehen, daß eine Weide mit Vieh nicht überseßt werde, Zum Maaßstab ist hier folgende zuverläßige Angabe. zu nehmen:

Gin Joch(3 Nied. Ovstr. Meßen) schlech tes Weideland kann, so lang die - Weidezeit dauert, nimt mehr als 8 Stück, ein Joh mittleres Weideland, wo also die Fukterproduction größer ist, 12 Stü, und ein Joch g ut eWeide 16 SE üE& qaus- AEO Safvieh vollkommen ernähren.

9. 65.

Sehr zu empfehlen ist 88, die Shafweiden nach u nd nac: ganz mit Obst-Bäumen zu beseßen. Selten wird der Grund so schlecht seyn, daß nicht wenigsiens Pflaumen- oder Kirsch» Bäume darauf fortfkommen soliten 3 allemal aber wird sich dieses Unternehmen reichlih auszahlen, theils durh den Verkauf des Ob- stes, theils durc< die, durch den Schatten beförderte. Vegetation und daher hervorge- brachte größere Futtererzeugung, theils durch das Wohlbefinden der Schafe, die dann im ScPatten weiden können, Im schlimmsten Falle sehe man wenigstens Wald- Laubbäume aus