& el TS 1 dagegen== bei so geringer Produktion und solchen hohen VBreisen=- der- jenige Gutsbesiker oder Pächter, welcher keine Naturaldienste hatte, Fondern alles mit eigenem Gespann und Tagelöhnern oder Gesinde bearbeiten mußte, auf jeden M M. T5 gr. 6 pf: verlohr. Dieser- Unterschied ist groß, aber gerade dieser beweiset, daß alsdann;“5
b) amwhH der Dienstbauer bei vem Dienst nicht bestehen konnte.
Besaß. er 3. B. in jeden: Felde 30 M, M., so würde er=- als Geld--
pächter=- schon auf 60 M. M. a 153 gr- jährlich verlohren haben = 38 Thlr. 18gr. Dieser Berlusst war aber in der Wirklichkeit beim Naturaldienst, wo der Bauer selbst zur Unterhaltung des Hofgesindes und des dazu nöthigen Viehes Brodkorn und Futter kaufen mußte, viel größer, er konnte sich, wie fich gleichfalls aus den obengedachten Annalen ergiebt, bis zu 3 Thlr. 6 pf. auf jeden M. M. erstrecken, oder=- was gleich HE ver Bauer ronnte m Jahre 180 Thlr. einbüßen. Unter dieser Einbuße waren aber alsdann noh nicht extraordinaire Kriegs- oder andere Lasten an Lieferung, Kriegskoniribution einbegrissen.== Hatte er eigenes Vermögen, fo gieng dieser Verlust davon ab, hatte er es nicht, fo verlohr er entweder den, Hof und mit ihm seine Gläubiger--' pft auch fein altes Gestade=- bedeutende Summen, oder der Gutsherr mußte den
Verlust tragen. Und aisdann blieb der ganze wirkliche Wortheil des-
Butsderrmn uur= eingebildet.|
Daß diese Darstellung nicht übertrieben ist, läßt sim auch dur: unend- lich viele Beispiele betegen. Jh kenne Gutshesigßer; welche. auf diese Art bey: 8 bis 10 Bauern in Zeit von 2 Jahren 2009: Thir. eingebüßt haben. Nur alsdaumr konnte ein Bauer beim beständigen Naturaldienst bestehen; went die Erndten gut waren; schlechte Grudten richteten. ihn. stets zu Grunde.
Wie hoh sich übrigens die Unterstüßungsgelder an die Bauern oft belie fen; dies kann man am besien beurtheilen, weun man die Sequestrations= Rechnungen der Landschaft, und die Rechnunzen über die unter BDormund= schaft stehenden Güter. zur Hand ninnnat.
8) Waren die Bauerhöfe für Geld ausgethan; so war die Pacht sehr geringe; sie betrug== für jeden M. Morgen würfklich urbaren Aker und Wiesen (Weide„ Gebäude und Feuerung, wird außerdem als vorhanden vorausge* fest) nur von 4. bis 6 Gr. bis höchstens 20: Gr. incl. den gewöhnlichen di-
' xecten Abgaben an den Staat. Es giebt daher Bauerhöfe mit mehr als 203 M. M. Grundstücken, welche dem Gutsherrn kaum 25 Thlr. Pacht ge- „ben, Die gewöhnliche Geldpacht von einein. Bauerhofe ist 30, 492, 9% 60 bis 70 Thlr. selten nbersteigt sie 100 Thlr., selbt in den besien Gegenden.
5): Hätten. die Gutshbefiker, welche ihre Güter verpachten wollten, die Bauer?
höfe besonders verpachtet,» und die Vorwerke gleichfalls, so würden sie: oft 3 ] mehr


