mehr Pacht als sonst gezogen haben, Diese Behauptung ist durch unzählige Thatsachen bewiesen 3; ich erinnere mich, einige in irgend einer Schrift gelesen zu haben, daß nämlich bei den Städten Wangexin und Labes in Pommern Für den M. M. Vorwerks- Aker(die Weide noch obenein gegeben) nicht 3 Gr, 6 Pf. Pacht gezogen wurden, und davon mußten noch die Gebäude unterhalten werden. Der Bürger- Acker bei diesen Städten, der mit dem Borwerks-Aer im Gemenge liegt, wurde aber=- unbebauet== nicht unter 12 Gr. pro Morgen im Durchschnitt verpachtet. Was hakte nun der Gutsherr von sei- nem ganzen großen Gute? Um wenige Groschen Pacht für einen Morgen zu ziehen, mußten viele Bauern elend leben, nichks zum allgemeinen Besien thun können, der Gutsherr sich von ihnen stets um Unterstüßung quälen lasey -=- und das Gut selbst dennoch nichts briagen. e) Rechnet man nun ab von dem Dienstwerth oder von der Geldpacht: die Unterstüßung und 'die Gebäude- Unterhaltung, welche leßtere, da im Durchschnitt auch in den wohlfeilsten Gegenden eine ganze Bauerhoflage jekt nicht unter 600 Thlr. aufzubauen ist, zum 50'ten Theil oder 2 Procent=- 12 Thlr. jährlich beträgt; so läßt sich leicht berechnen: daß die wirklich reine Nußung sehr geringe blieb. IT.
Daß nun fünftig mancher auf eine indirecte Weise gezwungen wird., sowohl zu feinem eigenen, als zum Besten des Aligemeinen ekwas zu thun, was er sonst vielleicht noch lange. nicht. gethan haben würde, ist recht gut.
Das bisherige, auf den Natural- Dienst gegründete Wirthschafts- System, gab, wie schon oben erwähnt ist, Gelegenheit auch sol<en Boden zu bestellen, der nur einen sehr geringen Ertrag gab. Der Dienstgenießer konnte indeß dennoch, bei theuern Preisen, dafür viel Geld ziehen: Man sog dadur< den Acker gänzlich aus; auch war ein drei- oder sechsjähriger Pächter dazu privilegirtk. A
Es läßt sich aber mathematisch erweisen, und'die Erfahrung bestätigt es, daß sich mit geringeren Kräften als sonst nöthig waren, von einer gegebenen Aerfläche weit mehr reiner Ertrag gewinnen läßt, wena man nur den bessern Acker(nemlich solchen der die Cultur- Kosten, die Bodenrente und Lffentlichen La- sten wirklich bezahlt) bestellet, den schlechteren aber(länger) als Weide benuzt.
Ich habe eine Berechnung vor mir liegen, aus welcher sich folgende Resul- tate ergeben.
Wenn bei einer-gegebenen Boden- Art, und gleichen Bestellungskosten, von einem MMorgen gewonnen wird j
das 3te Korn; so ist der reine Ertrag durc< Getreide bd
beim aten N 3 6 4 4 3 45 ZAUN
=-. 5ten 7 4? 4 4 N 44 2200
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